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Der Orient · 1840-01-11 · 2 (11.1.1840) · p. 21

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
2 (11.1.1840)
Article
Ueber die hebräische Verskunst
Date
1840-01-11
Page
21 (sequence 2)
Language
German
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21 22 S. D. Luzzatto: über die hebräische Berskunst. Ztmerikana. höchst monströsen und sinnwidrigen Zerstückelung der Verse. Hier eine Probe: ■ ' Kw.im Vti wb® lirtna w :nü)bö immr aai» ■»b.w ana ilön J']3W Wb$ innrD -!N2"! .1$ pao. . iöt "pw .IM'' M 'n "ja* i.asmn map ir M ras-tam 6) Rabbi Azarja (Meor Enajim Cap. 60) stellt den Satz auf, die biblischen Verse seien wohl gemessen, jedoch nicht so, daß die Sylben,sondern' daß die Gedanken gezahlt wurden (nicht sylbenmaaßlich,, sondern id eenmaaßlich). So seien, um ein Beistiel anzuführen, folgende Verse zweifüßige oder vielmehr zweimaaßige (Simetrische): Der Feind gedachte: Ich will verfolgen, erhaschen, Austheilen Beute, Füllen meine Gier, Entleeren mein Schwert, Vertilgen soll sie meine Hand. mrw tjnhK bhu) pbntt Wr. p->N8 Und folgende sind dreifüßig: Hört ihr Himmel, ich will reden/ ü'töADSrT Die Erde horche meines Mun- ^2 ^1)2^ v^2v2r°l1 des Worten; Wie Regen tränfe meine Lehre, 'Npb ^t2)22) Es rinne Thau gleich meine Rede. . büS b»n Doch gesteht er endlich selbst die Unbeständigkeit dieses Gesetzes ein, und sagt, daß beinahe s-niw Y“nstt bsr (die Zahl der Ausnahmen die der regelrechten Beispiele übersteige.) 7) Um sich von der Grundlosigkeit dieses Systemes zu überzeugen, reicht es hin, einen Blick auf die alfabetifchen Ps. 111. und 112. zu werfen. Da jedes Hemistich derselben durch den akrostischen Buchstaben ausgezeichnet ist, so kann kein Zweifel sein über den Ort, wo jeder Vers seinen Anfang und sein Ende hat. Nun liest man im ersten Hemistich des 8. Verses des 111. PsittöTö-üivnaa in\mit) es hat somit 4 Füße, oder, wenn man -luma als einen einzigen Gedanken betrachten will, 3 Fuße. Darauf folgt: rmpö ha. das zweite Hemistich, welches aus 3 oder blos 2 "Füßen, besteht, also, ohne alle Ebenmäßig-, keit mit dem erstecen. So^ heißt es Ps., 112, 2. TOä KW und diesem Hemistich von 4 Füßen corcespondirt irW ‘YiT, ein dreifüßiges. Ebenso 'fotzt Bl 4. auf ein Quaternarius ein Ternarius —, xinb bte. ^>ppotI)efe 2f^ax:ta* * 5ö ^rfd>chiC somit als eine Chimäre. 8) Gleichwohl nahm die Hypothese Azaria's ein Mendelssohn auf, der in seinem Commentar zu Exod. (15. 1.) sie geistreich ausschmückte, und mit Aussinnung neuer Kanons ihr eine anscheinende Solidität verhieß. In seine Fußtapfen trat Joel Löwe, der in seiner erster Vorrede zu seinem Commentar über den Psalter dieselbe Theorie entwickelt. Am erik an a. Man hat gewöhnlich den spanischen Geschichtschreiber Petrus Martyr d'Anghiera, den Verfasser der 30 Bücher de navigatione oceani et terris suo tempore reperiis (s. Tiraboschi VIII, 366) für den ersten Schriftsteller gehalten, welcher der Entdeckung Amerika's durch Christoph Columbus Erwähnung thut. Es wird jedoch nicht uninteressant sein, zu bemerken, daß eine für die Geschichte des orientalischen Sprachstudiums nicht unwichtige Psalmen-Polyglotte dem großen Genuesen fast gleichzeitig ein schriftliches Denkmal setzte. Die Dedication der Decaden des Anglerius trägt das Datum Pridie Calend. Oetobr. (d.i. den 30. Sept.) 1516. Im November desselben Jahres erschien zu Genua der achtsprachige Psalter des Bischofs von Nebbio, Augustinus Justinianus, unter andern den hebräischen Originaltext mit dem aramäischen Targum enthaltend. In der Form einer Note zu Ps. 19,5. „Ihre Schnur ist ausgegangen in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende" ist ein Bericht über Columbus und seine Entdeckungen gegeben, der in dem von Murr gegebenen Abdruck sieben Octavseiten füllt. Ohne Zweifel gebührt diesem Berichte über Columbus der Ruhm der Priorität; denn wahrend Anglerius den Entdecker noch mit dem dämmernden Namen eines „Ligur vir“ anführt, spricht der gelehrte Dominicaner selbst zu Genua geboren, von Columbus als seinen Landsmann, und referirt mehrere seiner Lebensumstande, die durch den großen Coclice diplomaUco Colomhu- AmeHcana (ßznua, 1823) außer Zweifel gesetzt worden sind.^) Das erste jüdisch-hebräische Werk, in welchem der Entdeckung Amerika's durch Colombo gedacht wird, ist das vielfach interessante JgeretOrchot Ol am, verfaßt im 1. 1525 (1. Kislev 285) von Abraham Farissol aus Avignon, wohnhaft zu Ferrara.Dieses Werk 1) Siehe darüberAn Oration delivered at Plymouth, Dec. 22, 1824, b}- Edward Everett. Boston 1825. S. 63. 64. - .... * 21 Iw der, Bibl. de Rossi's findet sich eine 1527, also ein Jahr nach her Abfassung, von Giuseppe Finzi angesertigte Abschrift dieses kosmographischen Werkes, wichtig durch die Originalität des-Textes, der in der Venediger Handschrift und Ausgabe etwas interpolirt ist. Der Verfasser, dessen Naineuschreibung aus dem 1 e s c. r i v aut a b r a m f a r i s s o I, eines

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