Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 28 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Article
- Mitglieder des Hauptvorstandes
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 2)
- Language
- German
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Im bt»utfd>ett Ncid> Os ©rigcr, Rudolf, NechtsanwalL Dr., Frankfurt a. M. Goldmrrnn, Fclir, Rabbiner Dr., £cii)$ig Guggenhettn, stiechtsanw. Dr., Cjfcnbadi a. Main Herzbcrg, Rudolf Hannover Herzfeld, Rechtsanwalt Dr., Essen Hirsch, Ministerialrat Dr., Stuttgart HirschLerg, Justizrat, Breslau Holländer, Albert, Rechtsanlualt Dr., Hamburg Jacob, Rabbiner Dr., Dortmund JoscphLhal, Justizrat, Nürnberg $Umn, Emil, Erfurt Hau ff mann, Carl, Rechtsanwalt Di., Mannheim. Kehr, Erich, Rechtsanwalt Dr., Kaiserslautern Koburger, Professor, Ludwigs- Hasen Lepmann, RcchlSanlvait Dr., Stuttgart Lewy, Joseph, Dr., Freiburg in Baden Lichtcnberg, Alfred, Rechtsanwalt, Hannover ' - Lichtenstein, Erwin, siud. jur., .Königsberg i. Pr. Mainzer, Max, Dr. mod., Frankfurt a7 Main? Marcuse, Rechtsanwalt D/., Stettin Marx, Jacob, Rechtsanwalt, Karlsruhe Neustaetter, Eugen, München Potlnow, Leo. San.-Rat Dr., Königsberg i. Pr. Regensburger, Rechtsanwatt Dr., Braunschweig - Rothschild, Henry, Frankfurt a. Main Sondheimer, Nathan, Frankfurt a. Main Straus, Moritz, Rechtsanwalt Dr., Karlsruhe Sutzmann, Arthur, Chemnitz Ury, Moritz, Leipzig Wilhelm, Johannes, Breslau Anthropologische Geschichtschreibung. Von Mittelschullehrer H. Stern, Kattowitz. Immer klarer und deutticher tritt in der antisemitischTN Aerrcguug der Gegenwart, vom i?llttuemitislrurs der lLtraßc bis zum sogenantuen loissenschafttichen Antistmitisinus, die Tendenz Zutage, ocir Juden als Person wie das Judentum auf allen seinen historischen und derzeitigen Schaffungsgebieten — Religion, Kunst, Wissenschaft und Wirtsebaft — -p: insamieren. Im Rahmen dieses organisierten Kesseltreibens erscheint B. Dolichscheus „Große Täuschung'" als der Generalsturm auf die letzte, bis dahin unbczwungene Festung deS jüdischen Gebietes: die Bibel. — Begnügte sich ehedem eine vorsichtigere Methode bannt, die jüdische Art der arisch-germanischen nur als w e s e n s v e r s ch i e d e n entgegenzustellen, so gehr neuerdings die antisemitische Wissenschaft systematisch daraus aus ~ vor: gelegentlichen Ausnahnren abgesehen — die jüdische Mir: der Wertigkeit nachzmueisen. Daher das krank- und krampfhafte Bemühen, jede historische oder, neu auftauchende jüdische Persönlichkeit und Leistung zu disqualifizieren. Und je tiefer die Valuta des Judentums herabgedrückt wird, um so höher steigt automatisch die des Germanentums. So scheint es, alsob die germanische Glorie mit der jüdischen Inferiorität in Wechselbeziehung