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Im deutschen Reich · 1921-12-01 · Heft 12 (Dezember 1921) · p. 374

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 12 (Dezember 1921)
Article
Ludendorff und der Orden Bue Briß
Date
1921-12-01
Page
374 (sequence 2)
Language
German
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374 Im bcutichcu Hicidi . Exzellenz haben in dem jüngst veröffentlichten Büche „Kriegführung und Politik", dem Orden Bne Briß unterstellt, daß er mit anderen Organisationen für die Entente ge-' arbeitet und ihre Werbearbeit verstärkt habe. Ich gehöre ieü.hcir Jahre 1898 dem Deutschen Distrikt des Ordens an, seit 191L Lir. ich Mitglied des Präsidiums. Aus einer meiner Schriften, „Der Orden Bne Britz in Deutschland (11.0. B. B.)", baden Ew. Exzellenz die beiden Schlußabsätze zitiert und aus dem Inhalt, der sich nur auf die jüdischen Verhältnisse Deutschlands bezieht, internationale Bindungen konstruiert. Ew. Exzellenz haben aus meiner Schrift nicht zitiert, daß die deutschen Logen des Ordens „aus dem Boden getreuer vaterländischer Gesinnung" stehen, haben nicht zitiert den Satz: „Als eine vornehmlich bemerkenswerte Kriegsleistung darf die Einrichtung des Kriegslazaretts der Logen, die Institution der Krankenpflegerinnen, des „V e r - einslazarettszuges M 3" angesehen werden, die anerkanntermaßen unendlichen Segen gestiftet haben. Für Kenner der Verhältnisse brauche ich kaum zu betonen, daß der Orden eine rein humanitäre Bereinigung ist, und daß der amerikanische Distrikt außerordentliche Leistungen zur Linderung deutscher Not aufweisen darf. Ich bin es mir selbst — in ebenso selbstverständlicher Richtung auf den Deutschen Distrikt unseres Ordens, dem ich als Präsidialmitglied angehöre — schuldig, folgende persönliche Momente hinzuzusügen: Ich habe mich sofort zu Beginn des Krieges trotz vorgeschrittener Jahre als Stabsarzt der Landwehr a. D. freiwillig dem Vaterland zur Verfügung gestellt. (Mein Sohn war a'.s Kriegsfreiwilliger die ganze Kriegszeit hindurch an der Front.) In den 414 Kriegsjahren habe ich dem Vaterlande irr verschiedensten Stellungen bis zum Schluß des Krieges gedient. In den ersten zwei Kriegsjahren war ich Chefarzt des Gefangenenlagers und -lazaretts Quedlinburg. Als ich aus dieser Stellung schied, nahm der Magistrat der Stadt Quedlinburg Anlaß in einem offiziellen Schreiben (vom 6. August 1916) mir „wärmsten Dank und herzliche Anerkennung" auszusprechen. Er fügte hinzu: „Sie haben sich um das Wohl unserer Stadt und Bürgerschaft wohlverdient gemacht, und es ist uns eine besondere Freude, Ihnen dies bei Ihrem Scheiden von hier zum Ausdruck zu bringen." In ähnlicher Weise haben mir die beiden Kommandanten des Lagers, der (inzwischen verstorbene) Generalmajor v. Suv^ seid und sein Nachfolger, Generalleutnant v. Getdern-Crispern dorf, „Dank und Anerkennung für meine Tätigkeit in organisatorischer und ärztlicher Beziehung" ausgesprochen. Letzterer betonte brieflich in einem Schreiben vom 17. August 1916, daß ich die Kranken- und Verwundetenpflege ans dem Nichte vorbildlich organisiert und unermüdlich versehen habe, wobei, man mich zugleich als treuen Kameraden kennen und schätzen gelernt habe.

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