Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1921)
- Article
- Nach der Hauptversammlung
- Date
- 1921-12-01
- Page
- 351 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nach ber Hourtvovsammluug 051 der nufere Freunde hier zusammensührte. Man halte das Bedürfnis, sich über die entscheidenden Fragen einmal auszusprechen, in Meinungsaustausch über Wesentliches zu treten, Tinge, die zur Klärung drängten, zu klären und andererseits die Klärung vorzubereiten, .-wo die Fragenreihe noch im Flusse war. So war es nicht möglich, in der Frage der sog. „Inneren Mission" endgültig Stellung zu nehmen. Die Referate von Frau Henriette Fürth-Frankfurt iMaiul und der Herren Dr. Strauß- Augsburg . und Or. Jsmar Freund-Berlin sollten und konnten nur klärend wirken und die öffentliche Erörterung eines Themas vorbereiten, das uns in den kommenden Jahren immer mehr beschäftigen wird. Die Vorösseurlichung d^s wesentlichen Inhalts dieser Referate wie auch der folgenden wird Veranlassung und Unrerlage für fruchtbringende Erörterungen innerhalb der einzelnen Ortsgruppen bilden. Denn auch die Referate über „Mittel und Wege zur Entgiftung der Bevölkerung vom Judenhaß" werden oft und mit Erfolg im Tageskampse verwertet werden können. Sie zeigten in großen Zügen, was uns noch zu Lun übrigbleibt, .wie vor allen Dingen die Grundlage, aus der unsere Bemühungen um Recht und Ehre des Judentums ruhen, immer mehr verbreitert und in der Benutzung der Mittel die Erfahrungen moderner volitischer Technik verwertet werden sollen. Ortsgruppen und Landesverbände werden für Diskussionsabende und nicht nur für theoretische Diskussionen, sondern auch für praktische Wirksamkeit aus dieser Erörterung brauchbare Ergebnisse gewinnen. Sie mögen das Gold, das in den Referaten liegt, aus seiner Fassung lösen und praktisch verwenden, und es wäre traurig, wenn nicht auch die letzten der gegebenen und gebilligten Anregungen völlig durchgesührt würden. Der Centralverein ist Feind aller Reden und Redensarten. Wenn gesprochen wird, dann geschieht es dazu, um zum Handeln, zum Denken, zum Wollen anzuseuern. Mögen unsere Freunde das nicht vergessen! Mögen sie auch dieses sich immer vor Augen halten, daß wir in letzter Zeit in unserer Arbeit Erfolge erzielt haben, die beweisen, daß wir auf dem rechten Wege sind, und daß wir noch erfolgreicher sein werden,wenn es mehr und mehr zum Gemeingut aller unserer Freunde wird, daß jeder die Pflicht der Mitarbeit für sich als gegeben erachtet. Fast die gesamte deutsche Presse hat über unsere Tagung in g ü n st ige m Sinne berichtet. Selbst Blätter,. die sonst für Gleichberechtigung und Gleich ach tun g der Juden nicht viel übrig haben, haben diesmal unseren Ausführungen Raum gegeben. Nur wenige judenfeindliche Blätter und das zionistische Zentralorgan beurteilen unsere Tagung .ungünstig. Das liegt in ded Natur unserer Beschlüsse und in der Richtung