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Im deutschen Reich · 1921-04-01 · Heft 4 (April 1921) · p. 137

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
27 (1921)
Issue
Heft 4 (April 1921)
Article
Egge und Pflug
Date
1921-04-01
Page
137 (sequence 2)
Language
German
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Vermischtes 137 Jetzt Leben sie am Kurfürstendamm und häufeln die Banknoten, was der neupreißische Staat druckt, und fressen^ daß ihnen der Schlagrrchm zu de großen Ohrwatschel herauskommt. „Was bei uns verüb! wird — bei uns Bayern, meint der Teiteles — ist klarer Preußenhaß der dümmsten Eisenstirnigkeit, der schlimmsten Sorte-" Wir wollen dem Schmotzesschreiber verraten, daß wir jeden preußischen Hund für tausendmal wertvoller halten, wie jeden gaüzischen Staatsmann. — Darin sind wir eisenstirnig. In Berlin darf der Teiteles ruhig schreiben, daß die „Kahr-Regierung lächerlich ist", wenn er aber zu uns herunterkommt und so was sagt, kriegt er altbayerische Fotzen, daß ihm der gehamsterte Schlagrahm zu lauter Butter gerührt wird. Das ist ein Geheimnis, was wir wollen dem Teiteles verraten. Eine Million eisenstirnige Bayern mit serchterlich groben Händen haben sich verschworen, den Brandenburgern aus Krotoschin das Fell zu gerben. Krotoschiner, meidet Bayern!" — Roheit. Am 21. März 1921 sprach Dr. Artur DinLer in der Diskussion einer vom C.-V. veranstalteten öffentlichen Versammlung in Erfurt also: Ich weiß, daß viele Juden fürs Vaterland gefallen sind, es Lut mir nur leid, daß nicht aüe den Heldentod gestorben sind. Antisemiten. Der in Schönebeck a. d. Elbe ansässige Arzt Dr. med. Werth stellt keine Juden an; es ist anzunehmen, daß er auch auf jüdische Patienten keinen Wert legt. Die Verlagsbuchhandlung von Paul I. R. Schmidt, Berlin-Lichterfelde, empfiehlt besonders ihren Abnehmern die Dinterschen Schriften. Das Margaretenhaus, chirurgische Klinik und Entbindungsanstalt, Berlin W, Steglitzer Str. 19, von Dr. W. B. Müller empfiehlt sich in einem In,serat des „Deutschen Wochenblattes", dem Organ des berühmten Knüppel-Kunze. Der Zahntechniker dJl. SchartMarm -Barmen, Wertherhosstraße 2 d, nimmt keine Juden zur Behandlung an. h) Nachrichten ans dem Mdifchen Leben. Die studentische Ortsgruppe München bittet, folgendes zu veröffentlichen: Die Adresse der studentischen Ortsgruppe München lautet: cand. jur. Hans Teutsch, München, Glückstr. 1. Die Ortsgruppe hat im vergangenen Winter eine erfreuliche Tätigkeit entfaltet. Es fanden folgende Vortrage statt: 17. November 1920, Vortrag: „Die Rassenfrage", Studienrat Dr. phil. A. Klugmann; 1. Dezember 1920, Vortrag: „Jüdische Jugendbewegung", stud. rer. pol. Lewin; 26. Januar 1921, Vortrag: „Vom Eigenwert der jüdischen Kultur", Referendar A. Reichenberger; 9. Februar 1921: Mitgliederversammlung und Diskussionsadend; 22. Februar 1921: allgemeine Studentenversammlung, „Die deutschen Juden in der deutschen Volksgemeinschaft", Dr. Jacob-Dortmund; 23. Februar 1921: Semesterschluß- Mitgliederversammlung. Wir werden um Aufnahme folgender Notiz gebeten: „Eltern, Mitschüler, Freunde, die Namen von im Weltkrieg gefallenen, ehemaligen jüdischen Schülern des GyMnssiurns Kreuzöurg O./Schl. wissen, bitte ich, sich an mich mit Adressen zu wenden. P r e n t k i, Llpprhekenbesitzer, Kreuzburg O./Schl."

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