Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1921)
- Article
- Landesverband Rheinland (linksrh.) [Nachricht]
- Date
- 1921-01-01
- Page
- 36 (sequence 2)
- Language
- German
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36 Im deut-scheu Reich Ort Datum Name Thema Gründung, Wahlen, Mitgl.-Werbg. Meckeribeirn-Rdeiu hach 25.' E. Jacobi-Küln „Angriff und Abwehr." Gründung einer Ortsgruppe. Vors. Benny Juhl, Schriftführerin Frl. Emma Sahn, Kaff. Isaak Berlin, sämtlich aus Meckenheim. Vors, für Rheinbach Jos. David. „Antisemitismus." Gründung einer Ortsgruppe. Vors. Emil Kaufmann, Siegmund Meyer, Philipp Frank, sämtlich aus Boppard, Gustav Gerson-Oberwesel, Moses Isidor-St. Goar, Siegfr. Sommer -Bacharach, Jakob Mener-Werlau. „Die antisemitische Strömung der Gegenwart und ihre Bekämpfung." Gründung einer Ortsgruppe. Vors.Lehrer Rudolf Loewy, Schrists. und Kass. Meier Stern, Beis. Frl. Ella Leiser. Wegen MummLnger Mutzten üke llerernsnAehrfeMen erheblich getzürrl werden. Boppard-Oberwefel-St. Goar- Bacharach- Merlau Hoppftädten lBirkenfeld) 8. 8. 26. 8. Lehrer Rausenberg- Ncuwicd E. Jacobi-Köln Bücherschau. „Einleitung in Talmud und Midrasch", von Geheimrat Strack. Von dem bekannten Kirchenrechtslehrer au der Berliner Universität, Geheimrat Strack, ist soeben ein neues Werk erschienen „Einleitung in Talmud und Midrasch". Neubearbeitung 1921. 5. Auflage, geheftet 11 M., gebunden 15,50 M. Verlag C. H. Beck in München. Es handelt sich nicht nur um eine rein wissenschaftliche Arbeit, sondern um ein Werk, das auch im wesentlichen Matze der Orientierung über LaS jüdische Schrifttum dient. Der Sündcufall, von Arno Nadel. Im Jüdischen Verlag. Geb. 36 M. Geschehnisse aus der Bibel, denen grübelnder Moderngeist'symbolische Bedeutung entschürfte, versucht Nadel in einer Reihe dramatischer Szenen uns nahe- Zuüringen. Wohl treffen wir manchmal auf Stellen, bei denen Form und Inhalt an Schönheit ebenbürtig sind: aber dann kommen wiederum andere. die nur von Rhetorik getragen werden. Und wenn wir manchmal erwarten, daß der Inhalt über die Form hinauswächst, und willens sind uns hinreitzen zu lassen von der Gewalt dichterischer Diktion — da versagt Nadel. Ein Letztes ist es, das wir vermissen. Nadel pocht an die Pforte, die hineinführt in jene Gegenden der Seele, die sich nur dem Hingebendeu erschließen, es gelingt ihm auch mitunter, die Torflügel nach dort so weit zu öffnen, daß er hineinschauen kann in heiliges Urneuland. Aber die Pforte ganz öffnen, hineintreten und in nahem Betrachten der Gegenstände sie völlig verstehen lernen — das geht Nadel ab. — Immerhin ein Werk, dessen' Dichter ob seines Bemühens Achtung und Beachtung verdient. g. Der Koren Hajessod. PalüstinagrundfondS. In diesem Heftchen gibt die Keren Hajessod-Organisation, Abteilung für Zentraleuropa, eine übersichtliche Schilderung über den Zweck und die Durchführuugsmöglichkeiten der Sammlung. Die Schaffung des Keren Hajessod soll der erste Schritt auf dem Wege zur Realisierung der großen politischen Erfolge sein, die die Zionisten angeblich in den letzten Jahren erreicht haben. Für das Land, das geschaffen fei, muffe nun auch ein Staatsschatz gesammelt werden. Denn nur dann, wenn gezeigt werde, daß hinter den Worten, auf die man sich gestützt habe, als die Palästina-Politik eingeleitet und begonnen sei. tatsächlich der Verwirklichungswille und die produktive Fähigkeit eines ganzen Volkes stehe, werde England sich davor hüten, das Wohl und Wehe Palästinas den jüdischen Händen zu entziehen. Die technische Leitung der Sammlung sei etwa so zu denken, daß die alte jüdische Volkssteuer „Maatzer" aufs neue eingesührt werde und jeder Zionist sich verpflichten müsse, fünf Jahre lang von seinem Einkommen 10 Prozent abzugeben, außerdem eine einmalige Erhebung von lO Prvzenr seines Vermögens bewillige. Die Leitung der Gesellschaft soll von London aus geschehen. Die Unterleitung für Zentraleuropa liegt in Berlin. Obige Bücher sind zu beziehen durch Philo Verlag und Buchhandlung G. nr. b. H., Berlin SW 68, Lindenstratze 13._ _ _Schluß der Redaktion 21. Dezember 1920. Der Berliner Auflage liegt eine Beilage des staatl. Lotterieeinnehmers Goldftandt, sowie eine Werbekarte des Verbandes der Grotz-Berliner Ortsgruppen bei. Verantwortlich für Redaktion, Verlag u. Inserate:Or. KurtAlexander, Berlin SW 68. ~ Rotationsdruck: Möller L Borel G. m.b.H., Berlin SW 68,