Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 27 (1921)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1921)
- Article
- Heilo, Lesergemeinde des "Deutschen Wochenblattes"
- Date
- 1921-01-01
- Page
- 34 (sequence 2)
- Language
- German
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34 Im deutschen Reich (N.-L.); Armin Jrmisch, Ingenieur, Berlin; Kurt Tusche, Arbeiten Charlottenourg; Or. K. £). Blümel, Facha^^^ -tSrrTf^ n förrnTp* $vr?phr?rf» Veiegraphenjelretür, Schmidt, Kaufmann, Berlin; Konrad Görlitz; Eberhard Reimann, Buchdrucker, Berlin, Antisemitismus bei d§rr Eisenbahnen. Auf das energische Vorgehen! der Ortsgruppe Ludwigshafen Des C-. V. gegen die Verbreitung von antisemitischen Flugblättern durch Bahnbeamte erwiderte die Eisenbahndireltion Ludwigshafen-, daß den betreffenden Beamten die Mißbilligung der Eisenbahndirekrion ausgesprochen worden fei, und daß die Eisenbahndirektion auch in Zukunft eine derartige Tätigkeit der Beamten in den Dienststunden nicht dulden würde. b) Nachrichten aus derrr Mdrschen Lebsrr. Populär-rmssenschastliche, Vackräge. Das Mitglied unseres Haupt- Vorstandes, Rabbiner Di. Iacob - Dortm u nd , har in drei hintorsinanderfülgenden Monaten in der Synagoge zu D o r i ni u n d populär-wissenschaftliche Vorträge über das Judentum, und zwar über folgende Themata, gehalten: 1. Die 10 Gebote (Moral und Religion). 2. Moses und der Sozialismus. 8. Talmud und Schulchan aruch. Die Vorlesungen waren von 800 bis 1000 Personen aller Konsessionen besucht, die den Vorträgen mit äußerster Aufmerksamkeit folgten. Wir würden es begrüßen, wenn in anderen Städten gleiche Veranstaltungen stattfinden würden. Der „Deutsch-Israelitische Gemcmdebrmd^ übersendet uns eine ^Eingabe, die er unter dem 16. November an die Preußische Landesversammlung gerichtet hat, und in der er in ausführlicher Darstellung um Maßnahmen zur Besserung der Lage der aus dem Osten .vertriebenen jüdischen Lehrer ersucht. Das 25. Stiftungsfest des Vereins selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens. Am 5. Dezember 1920 leierte der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens zu Berlin sein 25jähriges Stiftungsfest. Unter den ca. 1800 Erschienenen befanden sich Vertreter der Gemeindebehörden fast sämtlicher jüdischen Organisationen sowie der Ortsvereine Breslau, Beuchen, Hamburg, Hannover, Bielefeld und Düsseldorf. Herr Louis W o lff, der 1. Vorsitzende, begrüßte die erschienenen Abordnungen und gab einen kurzen Ueberblick über die Vereinsgeschichte. Von den Ansprachen verdienen die Ausführungen des Herrn Obermeister Rettich, Vorstandsmitglied der Berliner Handwer§skammer,besonders hervorgehoben zu werden. Er lobte den-Fleitz der jüdischen Gehilfen und Lehrlinge und wies darauf hin, daß die jüdischen Handwerksmeister zu denen gehören, die nicht zur Schmutzkonkurrenz gezählt werden können. Es ist ein besonderes Verdienst der jüdischen Handwerker, daß sie die Arbeiten genau kalkulieren, wozu sie auf Grund ihrer gewissenhaften Ausbildung in der Lage seien. Es sei nicht zu unterschätzen, daß der jüdische Handwerksmeister auf angemessene Preise halte und jederzeit für das Ansehen des Handwerkerstandes eintrete. Zum Schluß forderte er die anwesenden Meister, Gehilfen und Lehrlinge auf, in den Innungen, Verbänden usw. die falschen Vorurteile gegen die Juden durch ihr persönliches Auftreten zu zerstreuen und dem Gegner Gelegenheit zu gebenden jüdischen Handwerker aus eigener Anschauung kennenzulernen. Mit den besten Wünschen für das Weitergedeihen des Vereins schloß der Redner. Der offizielle Teil der Veranstaltung fand gegen 9 Uhr sein Ende.