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Im deutschen Reich · 1920-11-01 · Heft 11 (November 1920) · p. 356

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 11 (November 1920)
Article
Warnung!
Date
1920-11-01
Page
356 (sequence 1)
Language
German
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356 gm deutschen Reich Vermischtes. Warmrrrrg! Wie wir erfahren, versuchen, vorerst in Groß-Berlin, Schwindler aus den Namen des CenLral-Verems Geld zu sammeln. Herren und Damendie für uns ehrenamtlich tätig sind, besitzen Ausweise. Wir Litten unsere Freunde dringend, keiner Person, die nicht im Besitz unseres Ausweises tft, Gelder zuzuführeru Gleichzeitig warnen wir mt Sammlungen neuer Organisationen, die angeblich den AnLisemiLisMUs bekämpsen wollen. Wir stehen nötigenfalls mit Auskünften jederzeit gern zur Verfügung. a) ZrrderrfeirrdNches unb Zredenfrerrredliches. Antisemitische Heerschau. Fast gleichzeitig fanden inFranksurta. M. und Weimar die Tagungen des Alldeutschen Verbandes und des Deutschvölkischen Schutz- und Trutz Bundes statt. Wenn Irgend etwas im politischen Leben, so zeigten diese Veranstaltungen mit eindringlicher Deutlichkeit die Notwendigkeit schärfsten und zielbewußtesten Kämpfens gegen unsere Gegner. Die Eröffnung der 30. Tagung des Alldeutschen Verbandes fand am 25. September in Frankfurt a.. M. ftatt. All die Namen, die wir in jenem Lager zu finden ' gewohnt sind: Justizrat Claß, Freiherr von Gebsattel, Verleger Lehmann - München, General Keim, waren vertreten. Am 26. September begannen die Referate der alldeutschen Führer. Justizrat Claß sprach über die „völkische Bewegung". Er führte aus, daß er unter dieser. Bezeichnung alle jene Bestrebungen verstehe, die darauf abzielten, das deutsche Vaterland wirklich deutsch zu^ machen und alle volksfremden Elemente zu entfernen. Er schilderte die Entwicklung, die von dem „Allgemeinen deutschen Verband" Karl Peters zu den antisemitischen Kampfverbänden der Gegenwart führe, deren letzter der Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund sei. Der Alldeutsche Verband habe sich als Körperschaft vom Kampf gegen das Judentum ferngehalten, aber' die aggressive Haltung des Judentums und der jüdischen Presse, wie, „Frankfurter Zeitung" und „Berliner Tageblatt", die schweren Sünden, die sich die Juden gegen das deutsche Vaterland hätten zuschulden kommen lassen, seien die Veranlassung gewesen, daß sich der Verband nun satzungsgemäß zum Kampfe gegen das Judentum bekenne. Hierauf sprach Oberschulrat Bang-Dresden über die „Völkische Schule als Voraussetzung deut scher Wiedergeburtt", der ungefähr aussührte, daß die Einheitsschule unnational und unvölkisch, wahrscheinlich sogar international wirken werde und man auf die Umgestaltung der Schule im Sinne der Arbeitsschule sorgfältig achten.müsse. — lieber „D i e Bedeutung der Rasse für den Wiederaufstieg des deutschen Volkes" sprach der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Freiherr von Vietingh off-Scheel, der aussührte, daß nur auf reinerhaltenem Rassetum sich wahre Kultur aufbauen könne. Die zionistische Bewegung sei zu unterstützen, eine Stellung der Juden unter fremde Rechte im Grundsatz anzustreben., Im Geiste dieser Ausführungen fand die Neugründung der Gobineau-Vereinigung statt. Die Gründungsversammlung war von etwa 50 Leuten besucht, Angehörigen des Alld. Verbandes, wie man aus den Abzeichen ersehen konnte. Nach einem durchaus sachlichen Referat des Prof. Schemann über die Bedeutung Gobineaus und die bisherige Tätigkeit der alten Gobineau-Vereinigung wurden in den Vorstand gewählt: Prof. Schemann als Ehrenpräsident, Justizrat Claß in seiner Eigenschaft als

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