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Im deutschen Reich · 1920-10-01 · Heft 10 (Oktober 1920) · p. 322

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 10 (Oktober 1920)
Article
Freie jüdische Volkshochschule, Berlin
Date
1920-10-01
Page
322 (sequence 2)
Language
German
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822 Im deutschen Reich Or. Vaeck: Weltgeschichte und Judentum, Rabb. Or. Bergmann: Religionsstifter, Dr. B ern feld: Die prophetischen Bücher der Bibel, Rabb. Dr. Bleichrode: Talmudlektüre für Anfänger — Traktat Makköth, Or. Feist: Sondertypen des jüdischen Volkes, M u s i kdirektor Fried mann: Der gottesdienstliche Gesang an der Hand des Gebetbuches, Regierungs rat HansGo s l a r: Die Juden im deutschen Wirtschaftsleben seit der Emanzipation, Rabb. Or. Kel!ermann: Die neuere Philosophie in ihrem Verhältnis zum Judentum, Op. Leszynsky: Geschichte des jüdischen Volkes vom Babylonischen Exil bis zur Zerstörung des zweiten Tempels, Prof. Dr. Loewe: Geschichte des nationalen Gedankens im Judentum * Dr. Mayer: Ausgrabungen in Palästina, O r. O b e r m a n n : Die jüdische Philosophie des Mittelalters, Dr. Sandler: Palästina, Landesnatur und Geschichte, Dr. Torczyner: Die Dichtung vom frommen Hiob, R ct B h. J) r: Warschauer: Einführung ins Hebräische, R a b b. O r. War sch a u e r: Einführung in den israelitischen Prophetismus, Frau W r o n s k y : Neue Aufgaben jüdischer Wohlfahrtspflege. Vermischtes. a) Zuderrferrrdliches und Zuderrfr^undliches. „Der Vortrupp". Einer unserer besten Mitarbeiter hat an den Herausgeber des „Vortrupp", H'errn Dr. Popert, am 6.9. folgenoes Schreiben gerichtet: „Seit langen Jahren ein eifriger Leser des „Vortrupp" und ein Verbreiter seiner Ideen in der Oeffentlichkeit, erstaunte es mich außerordentlich, in der letzten Nummer (17) im Anzeigenteil das ominöse Zeichen gleich viermal zu erblicken, mit dem man heute „echt deutsch", auf gut deutsch sich antisemitisch betätigt und vor allem die Jugend verhetzt. Selbst Pressemann, kenne ich genau die. Grenzen zwischen redaktionellem und Inseratenteil; aber es besteht doch zweifellos insofern die Möglichkeit der Einwirkung durch den Schriftleiter auch auf letzteren Teil, als in diesem nicht Bestrebungen propagiert werden dürften, die im redaktionellen Teil ganz gewiß nicht vertreten werden. Es wäre, wirklich ein Jammer, wenn in eine solch prächtige Zeitschrift wie die Ihre,, sehr geehrter Herr Doktor, dieses antisemitische Gift, das gerade noch zur völligen Zerstörung der deutschen Volkseinheit gefehlt hat, Eindringen sollte, und ich bin überzeugt, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um in Zukunft ähnliches zu verhüten." Darauf ging die folgende vom 9. 9. datierte Antwort ein: „Herr Or. Popert, der augenblicklich sehr in Anspruch genommen ist, hat mich gebeten, Ihren geschätzten Brief vom 6. d. M., für den er Ihnen verbindlichst danken läßt, zu beantworten, vor allem auch, weil ich für die Aufnahme der von Ihnen beanstandeten Anzeige verantwortlich bin . . . Gewiß, Sie haben recht, das Hakenkreuz ist durch seine starke Benutzung von antisemitischer Seite sehr stark in Verruf gekommen, und ich habe, als mir die Anzeige vorgelegt worden ist, im ersten Augenblick au^y gezögert, die Anzeige einrechen zu lassen ... Ich bemerke dabei, daß auch der Anzeigenteil des „Vortrupp" genau den Grundsätzen des Textteiles unterworfen ist. Wenn ich dann die betr. Anzeige aufrrehmen ließ, so geschah es, weil der Auftraggeber mir als eine Persönlichkeit bekannt ist, die fern davon ist, durch Rassen- und Menschenhaß unsere Jugend verhetzen zu wollen oder die Reichseinheit zu stören. Ich glaube auch nicht, daß der Auftraggeber Antisemit ist; die vier Hakenkreuze hat er offenbar gewählt, weil er die Volkserzieher, zu denen er gehört und bei denen auch das Hakenkreuz Bundeszeichen ist, auf seine Anzeige besonders hat

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