Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1920-06-01 · Heft 6 (Juni 1920) · p. 211

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 6 (Juni 1920)
Article
Die "jüdischen Führer" im Ruhrgebiet
Date
1920-06-01
Page
211 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2316602-2316900-2316906-2357553--31238-2357617
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

211 Vermischtes Es liegt die Vermutung nahe, daß diese von einer Zentrale übersandt worden ist. In jener antisemitischen Notiz ist aber nicht veröffentlicht worden, daß unter den 16 Toten, deren Verlust bei Beginn der Unruhen bei der Verteidigung der Stadt gegen die Spartakisten die Einwohnerwehr Ln einer Anzeige sämtlicher Essener Blätter beklagt, sich 2 Juden befinden. „Es gibt keine jüdischen Arbeiter." Die „Neuen Jüdischen Monatshefte", Heft 11/12, druigen in einem Artikel „Ostjuden und Volkswirtschaft^ eine LnterefsanLe Zusammenstellung: Seit Anfang des Jahres 1919 liegen in den jüdischen Arbeitsämtern die Meldungen von zirka 6000 Ostjuden vor, die die Arbeitsvermittlung in Anspruch nahmen. Die folgenden statistischen Angaben sind Durchschnittszahlen aus den Meldungen der letzten 6 Monate, da vorher keine Erhebung über Herkunft und Beruf gemacht wurde. Von den sich meldenden Arbeitern gaben als Geburtsland an: Polen.76 % Galizien .... 11 % Litauen. 372% Ostseeprovinzen . . 1 % Gr.-Rußland ... 6 %, Ukraine.1 V2% Verschiedene Länder 1 ~% 100 % Die aus Gr.-Rußland und der Ukraine stammenden Juden waren meist ehemalige Kriegsgefangene, die noch nicht in ihre Heimat zurück konnten. Die überwiegende Mehrzahl der anderen stand im Alter von 18—24 Jahren und waren daher militärpflichtig. Nur etwa 5% waren verheiratet. Beruflich gliedern sich die Gemeldeten wie folgt: Landwirtschaft. Industrie und Handwerk . .. Handel und Verkehr. Freie Berufe.. Verschiedene Lohnarbeiter ohne Angabe . 3,69o/o 68,30% 11,130/o 2/'.2°/o 14,26% 100,00% Die unter „Industrie und Handwerk" gerechneten obigen 08% gliedern sich weiter wie folgt: Bekleidungsgewerbe (Schneider, Mützenmacher, Kürschner) . . 29,00% Metallarbeiter'(Schlosser, Klempner, Elektromonteure, Schmiede) X4,30°/o Nahrungsmittelgewerbe (Bäcker, Schlächter, Konditor) . . . 10,70% Schuster und Schäftemacher ..10,00% S;lzgeweröe (Tischler, Zimmerer, Schreiner) .... . 4,40% eber .. 4,00% Sattler, Lederarbeiter . .. 8,00% Friseure.. 2,50% Buchdrucker, Schriftsetzer . '... 2,30% Buchbinder.. 2,00% Maler, Anstreicher. 2,00% Uhrmacher ... . 2,00% Fabrikarbeiter. 8,20% Verschiedene (Drogisten, Tapezierer, Gerber, Glaser, Goldschmiede usw.) . . .. 5,10% 100,00%

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.