Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1920)
- Article
- An die deutschen Juden!
- Date
- 1920-05-01
- Page
- 146 (sequence 2)
- Language
- German
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146 Im deutschen Reich jeder begreifen wird, umfassender Mittel. Die vorhandenen Gelder reichen nicht im entferntesten aus, um mit genügender Stoßkraft vorzugehen. Pflicht jedes deutschen Juden ist es, uns finanziell zu st ärken, soweitesin seinerKraft steht. Es geht dieses Malin Wahrheit um unser ganzes Sein. Zahlungen für den Wahlfonds erfolgen auf das Konto des Centralvereins: Dresdner Bank, Wechselstube 6, Berlin SW 68, Lindenftraße 7, oder Postscheckkonto Berlin 30 472. (Zählkarten für die Postscheckeinzahlung liegen bei.) Berlin, den 29. März 1920. De? Vorstand des Centraloereins deutsch er Staatsbürger jüdischen Glaubens. Im Aufträge: Juftizrat Dr. Brodnitz- „Die Geheimnisse der Weifen von Zisn." Der Schwindelbericht eines russischen Spitzels. In dem von dem berüchtigten „Verbände gegen Ueberhebung des Judentums" begründeten Verlage „Auf Vorposten" in Eharlottenburgd ist kürzlich unter dem feite! „Die Geheimnisse der Weisen von Zion" ein Buch erschienen, für das in antisemitischen Kreisen eine große Reklame entfaltet wird und als dessen Herausgeber auf dem Ditel ein Herr Gottfried zur Beek angegeben wird. Das Werk, von dem eine große und.eine kleine Prachtausgabe, sowie eine Volksausgabe, diese zum Preise von 11 23?., herausgegeben worden sind, ist „den Fürsten Europas gewidmet" und es weift als Motto die Worte' auf, die der später durch die Guillotine Hingerichtete französische König L u d - w i g XVI. bei seiner am 22. Juni 1791 in Barennes erfolgten Verhaftung gesprochen haben soll: Allesdieseswußteich schon vor 11 Jahren; wie ging es aber zu, daß ich es doch nicht glauben wollte?" In dem Vorwort, das hauptsächlich ebenfalls an die Fürsten Europas gerichtet ist, wird behauptet, daß der von den jüdisch-freimaurerischen Geheimbünden angeftiftete Weltkrieg in erster Reihe das Ziel verfolgt habe, die Macht des Zarentums zu brechen — „der Beherrscher Rußlands sollte.als Opferhahn für das auserwählte Volk geschachtet werden" — und dann auch den Sturz des deutschen Kaisers Wilhelm II. herbeizuführen. Der Beweis soll durch