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Im deutschen Reich · 1920-02-01 · Heft 2 (Februar 1920) · p. 93

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 2 (Februar 1920)
Article
Der Reichsbund der Kameraden
Date
1920-02-01
Page
93 (sequence 2)
Language
German
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Personalia — Bücherschau 93 sittlichen Werten des Judentums. Bekämpfung des religiösen und sozialen Materialismus. 2. Bekenntnis zum deutschen Vaterlande und Volkstume. Vertiefung in deutsche Geistes- und Eemütswelt. Rastloser Kampf gegen Antisemitismus. 3. Bekämpfung aller Bestrebungen, die deutschen Juden nationaljüdisch zu organisieren. 4. Betätigung sozialen Pflichtbewußtseins. Geselliger Zusammenschluß unabhängig von sozialen Schranken und frei von modernen Auswüchsen. 5. Zügelung innerer und äußerer Freiheit durch Selbstdisziplin. 6. Stählung des Körpers durch Wandern, Sport, Turnen und gesunde einfache Lebensführung. Der Vorsitzende unseres Landesverbandes für die Pfalz, Herr Direktor Or. Josef KoLurger in Ludwigshafen a. Rh., Lisztstv. 152, ist vom Badischen Staatsministerium zum Professor an der Handelshochschule in Mannheim ernannt worden. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland gibt bekannt, daß Herr Br. Hantle am 12. Januar nach London aögereist sei, um dort an den Arbeiten der Leitung teilzunehmen. Die Geschäftsführung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland wurde bis zum nächsten Delegiertentag durch einstimmigen Beschluß des Geschäftsführenden Ausschusses des Zentralkomitees in folgender Weise geregelt: Den Vorsitz der Zionistischen Vereinigung für Deutschland übernimmt Herr Br. Alfred Klee, stellvertretende Vorsitzende sind die Herren Blumenseld und LichLheim. Die drei genannten Herren bilden die Exekutive des Gejchäftssührenden Ausschusses zur Erledigung der laufenden Geschäfte. Die Leitung des Bureaus wurde Herrn LichLheim übertragen. t Mit Herrn Br. Hantle scheidet aus der Leitung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland eine Persönlichkeit aus, die, bei aller Wahrung der Gegensätzlichkeit der Weltanschauung, stets für ein Zusammenarbeiten beider Richtungen des Judentums dcx. wo es möglich war, eingetreten ist. Sein Weggang wird daher auch von den Gegnern der von ihm vertretenen Anschauung bedauert werden. * - Meyer Strauß in K1 r -chhain, Bez. Cassel, der langjährige Vertrauensmann des Central-Vereins, starb vor einigen Wochen im 85. Lebensjahre. Er bekleidete über 50 Jahre das Amt des Kreisvorstehers der israelitischen Gemeinde, war Mitbegründer und langjähriger Kassenführer des landwirtschaftlichen Kreisvereins Kirchhain und gehörte der dortigen Stadtverordneten-Versammlung an. Landrat von Gilsa und das amtliche Kreisblatt widmeten dem Verstorbenen warme Nachrufe. Auch wir werden dem aufrechten Juden ein treues Gedenken bewahren. BÄcherfchsA. Die innere Krisis im Zionismus aufdecken will Br. Eduard Strauß- Frankfurt a. Main in seiner Schrift über „Judentum und Zionismus" (Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. Main, 1919, 42 Seiten). Nicht mit der Bewegung des Tages, dem politischen Zionismus, setzt sich Strauß ausein-

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