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Im deutschen Reich · 1920-02-01 · Heft 2 (Februar 1920) · p. 92

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 2 (Februar 1920)
Article
Rücktritt des Herrn Geh. Rat Eugen Fuchs
Date
1920-02-01
Page
92 (sequence 2)
Language
German
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92 Im deutschen. Reich sich mit der .extremen Richtung*, die der Verein in der letztes Zeit einaeschlagen habe, nicht mehr decken könne. Diese Nachricht ist durchaus unrichtig. Leider ist der Gesundheitszustand des Herrn Geh. Rat Fuchs seit längerer Zeit so, daß es ihm unmöglich gewesen ist, seine Ehrenämter be'izubehalten. Er hat deshalb nicht nur den Vorsitz im Centralverein, sondern auch das von ihm seit Jahrzehnten bekleidete Amt eines Mitgliedes der Prüfungskommission für die große Staatsprüfung niederlegen müssen. Irgendwelche Aenderungen in der Politik des Vereins sind nicht eingetreten. Herr Geh. Rat Fuchs war und ist mit Auffassung und Ziel sowie Arbeitsmethode des Centralvereins in allen Punkten restlos und vollständig einverstanden. Es hat zwischen ihm und dem Verein, insbesondere auch den Landesverbänden und Ortsgruppen, nicht die geringste Meinungsverschiedenheit obgewaltet. Herr Geh. Rat Fuchs arbeitet, soweit es in seinen Kräften steht, wenn auch nicht mehr in altem Umfange, so doch täglich an denAufgaben des Centralvereins mit." Der Vaterländische Bund jüdischer Frontsoldaten bittet uns um Veröffentlichung folgenden Aufrufes: Jüdische Frontsoldaten! Gewissenlose Hetzer versuchen, durch angeblich amtliche Zahlen uns, die für das deutsche Vaterland mit Gut und Blut genau so gekämpft haben wie unsere christlichen Kameraden, als Drückeberger vor der OeffentlichkeiL hinzustellen. Wir brauchen daher als Gegenbeweis wahrheitsgemäße Zahlen, die allein für sich sprechen. Es ist somit Ehrenpflicht jedes Juden, der ander Front gekämpft hat, zur Verteidigung seiner Ehre und des Andenkens unserer g e? a l l e n e n jüdischen Kameraden und er zu glich seine genaue Adresse nebst Angaben über seine FronLtätigkeiL dem Vaterländischen Bund jüdischer Frontsoldaten, Berlins, Motzstraße, einzus e^ den und möglichst dem Bund als Mitglied beizutreten. Der Bund kann seine Aufgabe, unsere Ehre zu verteidigen, nur erfüllen, wenn wir alle ihm als Mitglied zur Seite stehen und ihm durch unsere, Zahlen die zur Abwehr nötigen Waffen geben. Der Reichsbund der Kameraden (Verband jüdischer Wander-, Sport- und Turnvereine) hat infolge der Verkehrssperre seine Verbandstagung auf das Frühjahr 1920 verschoben. Er umfaßt zurzeit 30 Vereine mit rund 3000 Mitgliedern. In letzter Zeit entstanden neue Kameraden vereine in Spandau, Glogau, Wese! und Karlsruhe. Vom Januar 1920 gibt der Bund eine monatlich erscheinende Zeitschrift „Die Kameraden" heraus. Der Reichsbund hat für seine Arbeit folgende Forderungen aufgestellt: * 1. Gründliche Beschäftigung mit den religiösen, ethischen und

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