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Im deutschen Reich · 1920-02-01 · Heft 2 (Februar 1920) · p. 86

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 2 (Februar 1920)
Article
Leipzig [Nachricht]
Date
1920-02-01
Page
86 (sequence 2)
Language
German
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86 Im deutschen Reich Gesinnung auszeichnetg, über den Antisemitismus. Die vielen Zwischenrufe der Gegner wurden' in schlagfertiger Weise von Dr. Holländer widerlegt. Der äußerst wirksame Vortrag fand allgemein stürmischen Beifall. In der Diskussion sprachen mehrere Antisemiten, so der Geschäftsführer Schöpflin und Theodor Fritsch jun. Die von antisemitischer Seite ausgestellten, zum Teil ganz unsinnigen Behauptungen wurden im Schlußwort von Dr. Holländer glatt widerlegt. In RegensLurg sprach am 14. Dezember v. I. der Syndikus des Landesverba n d es Bayern, R. A. Levingeraus München, vor einer sehr zahlreich besuchten Versammlung von Mitgliedern, der Israelitischen Kultusgemeinde über „Die Stellungnahme der deutschen Juden zur Lage" und im Anschluß hieran über „Die Tätigkeit des Centralvereins". Die gehaltvollen Ausführungen wurden mit größtem Interesse angehört. Als Erfolg des Abends kann nicht nur der einstimmige Beschluß zur Gründung der Ortsgruppe Regensburg verzeichnet werden, sondern auch der Beitritt einer großen Anzahl neuer Mitglieder. Die Wahl des Ausschusses ergab folgende Namen: 1'. Vors.: S. Stern; 2. Vors.: Max Ro sen go ld; Schatzmeister: Max Niedermaier; Schriftführer: Ernst Mayer, Beisitzer: Frau Gertrud Rosenblatt, Alfred Binswanger und Leo Rosenblatt. In der Ortsgruppe Bocholt sprach am 18. Dezember v. I. Rabbiner Dr. Eschelbache r'-D üsseldorf über das Thema „Die. deutschen Juden und ihr Kamps ums Rech t". Er schiderte die gegenwärtige Lage, wies auf den politischen Charakter der antisemitischen Bewegung und aus die Notwendigkeit, uns nach innen und außen in der Ueberzeugung, daß Deutschland unsere Heimat ist, zu behaupten. Der erfolgreich verlaufene Abend brachte 14 neue Mitglieder. 'In der Ortsgruppe Görlitz sprachen am 18. Dezember v. I. Frau Justizrat Olle.ndorf-Breslau und Dr. Wiener-Berlin über die antisemitische Gefahr. Die Versammlung bedeutete einen vollen Erfolg für den Centralverein. In Neu-Stettm fand am 23. Dezember 1919 eine.Versammlung zwecks Gründung einer Ortsgruppe des Centralvereins statt. Lehrer Voß eröffnete und leitete die Versammlung, in welcher Schriftsteller Beer- Berlin einen eindrucksvollen Vortrag über die „Antisemitische Gefahr" hielt. Der'Vorstand der Ortsgruppe setzt sich folgendermaßen zusammen: 1. Vors. Kaufmann Paul Behrend, 2. Vors. Fabrikbesitzer Felix Freundlich, Schriftführer R. A. Ehren fried, Kassierer Kaufmann Max Jacoby, Beisitzer Frau Anna Arndt, Kaufmann Arthur Gold st ein, Kaufmann Julius Salinger, Lehrer Voß. 20 neue Mitglieder traten der Ortsgruppe sofort bei. Am 28. Dezember v. I. sprach in KaLLowitz in einer stark besuchten öffentlichen Versammlung Rabbiner Dr. G o l d m a n n, L ei p zi.g, über das Thema „Der.Antisemitismus und seine Beim m p f u n g". Seine Ausführungen riesen auch einige Vertreter des Oberschlesischen Hammerbundes, die neben einer Anzahl anderer Nichtjuden der Versammlung beiwohnten, auf den Plan." Sie versuchten in plumper Weise die Ausführungen des Redners zu widerlegen, erlitten aber Fiasko und wurden in der Diskussion, an der sich - besonders Mittelschullehrer Stern-Kattowitz und A. Schlesinger-Königshütte beteiligten, glänzend abgeführt. Die Parole des hiesigen Hammerbundes, „für eine Million jüdischen Geldes haben wir zwei Millionen zur Agitation zur Verfügung", mag unseren Mitgliedern zu denken geben und ihre Opferfreudigkeit, für die. Ziele des Centralvereins anspornen. Den Erfolg des

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