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Im deutschen Reich · 1920-01-01 · Heft 1 (Januar 1920) · p. 42

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 1 (Januar 1920)
Article
Professor Dr. Lubarsch
Date
1920-01-01
Page
42 (sequence 2)
Language
German
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42 Im deutschen Reich berg, James Israel, Oppenheim, Senator, von Wassermann für ebenso „geeignet" gehalten hätte, wie manche Größen zweiten Ranges, aber christlicher Herkunft; ob er selbst schon zu einer Zeit, da er noch Jude war, ordentlicher Professor wurde und ob die Taufe die „Eignung" ändert? Schade auch, daß Prof. Lubarsch nicht preußischer Kriegsminister unter dem ancien rögime geworden ist. Wie er sich räusperte und spuckte, hat ihm Lubarsch ahgeguckt: „Erst müßte der Nachweis geführt werden, daß die übergangenen.in jeder (!) Hinsicht geeigneter waren als die erwählten Christen." Ungefähr so sagten es die früheren preußischen Kriegs-Minister auch. Ihnen galt kein Jrrde in jeder Hinsicht als geeignet zur Beförderung zum^Offizier oder aktiven Smntatsoffrzier. — Wenn Prof. Lubarsch mit der „Befürchtung" spielt, „daß bei dem starken ZusüMMengehörigkeitsgesühl der Juden die Berufung eines bald solche Zahlreicher anderer nach sich ziehen würde", so ist ihm da wohl eine Verwechslung mit dem Cliquen-Wesen in ganz anderen ihm - nahestehenden arischen Kreisen unterlaufen. Da soll es vOrgetommen sein, daß „einer bald solche zahlreiche andere", z. B. KorpsLrüder, nach sich gezogen hat, nicht nur in PrOsessorenkreisen, in Kliniken, sondern auch in hohen Staatsämtern, ja in ganzen Regimentern. Die zahlreichen rmgetauften' Juden in hohen StaatsämLern möge Prof. Lubarsch uns frermdlichst nennen. Hat er diese Erkenntnis vielleicht aus der „Wahrheit" geschöpft? Vielleicht erklärt sich aber sein Gedankengang aus einem andern Satz seiner Schrift, der von ikfgrüiünget Weisheit zeugt: „Genies zu erkennen und zu ertragen, ist für den DurchschniLtS-- rnenschen eine besonders große Schwierigkeit.^ Ja, ja, Herr Professor Lubarsch! — W. Die Konsequenz öer zionistischen Theorie. Wir hatten bereits kürzlich Gelegenheit gehabt, darauf hinzuweisen, dan nunmehr seitens der Antisemiten die praktische Korqequenz aus 'den zionistischen Theorien gezogen wird. An die Resolut io n der Hamburger St ud entenv ersamm lau gs ei erinnert, in der als deutsche Studenten nur diejenigen Juden, die das Bekenntnis zum Deutschtum oblegen, angesehen werden. Jetzt schreibt der „Hammer'' in Nr. 418 unter der Ueberfchrift: „Der neue Judenstaat" auf Seite 440, nachdem er aus die Gründung des JudensraateZ in Palästina hingewiesen hat, folgendes: - „Die Gegenantwort wird die Anerkennung der Juden als fremde Staatsangehörige sein. Da niemand Zugleich zwei Staaten als Börger anaehören kann, scheiden die Juden nach Gründung eines eigenen Staates ohne weiteres aus den anderen Staatsverbänden aus; sie werden staatsrechtlich, was sie tatsächlich immer waren — Fremde. Die deutsche Juben-Rsgierung der Gegenwart wird diesen Schritt nicht tun. Folglich muß sie einer Regierung "Platz machen, die selbstverständlich deutsche und nicht jüdische Belange vertritt. Wie lange noch erträgt bas deutsche 'Bott den jetzigen Zustand? Antwort: Solange es national, würde- und ehrlos bleib-, wie es. jetzt ist?' Die Zionistischen Schriftsteller, die stets behaupten, daß die Vertiefung der nanonal-jüdischen Idee das beste Mittel Zur Bekämpfung des Antisemitismus sei, mögen hier sehen, wie sich die Dinge praktisch gestalten. Sie Mgeu es ßch merksnt Dem „Dortmunder Generalanzeiger^ vom 24. November entnehmen wir die nachstehende safüge Abfuhr der AnÜsemiten:

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