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Im deutschen Reich · 1920-01-01 · Heft 1 (Januar 1920) · p. 35

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
26 (1920)
Issue
Heft 1 (Januar 1920)
Article
Der neue Vorstand des Centralvereins
Date
1920-01-01
Page
35 (sequence 3)
Language
German
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Berei nsnachri chten LL 34. Ne ustaetter, Eugen, München, Bavariaring 43. 35. Pariser, Kurt, San.-RaL Or., Homburg v. d. H. - 36. Pollnow, Leo, San.-RaL Dr., Königsberg i. Pr., Steindamm 146. 37. Regensburger, R.-A. Dr., Braunschweig, Bohlweg 64/65. 38. Salinger, Justizrat, Oppeln, OL.-Schles. 39. Sondheimer, Nathan, Frankfurt a. M.,' Bockenheimer Landstraße 25. . ' 40. Straus, Moritz, R.-A. Dr., Karlsruhe,. Friedrichplatz 1. 41. W a l d st e i n, Justizrat, Altona a. Elbe, Bahnhofstr. 28. 42. Wilhelm, Johannes, Breslau, Junkerstr. 21. VereLNsZrachrtchterr. Die Ortsgruppe Berlin NNO fand sich am 27.' 10. 19 in der Aula der Königstädtischen Oberrealschule in der Pasteurstraße zusammen. Prof. F r i e d l ä n b e r, der zweite Vorsitzende der Ortsgruppe, eröffnte die Versammlung. Dr. Leiser zeigte in seinem Referate „Deutschenhaß und Judenhaß" an vielen Beispielen aus Presse chnd Literatur, daß alles das, was heute uns deutschen Juden von antifeinirischer Seite vorgeworfen wird, während, des Krieges von unseren Feinden uns und unseren deutschen Volksbrüdern Zur Last gelegt worden ist. Genau dieselben Verleumdungen und Entstellungen werden gegen die deutschen Juden von den Antisemiten angewandt, die wahrend des Krieges von der Entente gegen Deutschland vorgebracht wurden. — Nach kurzer Diskussion fand die Neuwahl des Vorstandes statt. Am 1. November v. I. fand in HiLsesherM die Hauptversammlung der Ortsgruppe statt, in der LandtagsabgeordneLer Rechtsanwalt Dr. Regensburger aus Braunschweig, Mitglied des Hauptvorstandes des Centralvereins, über das Thema „N e u d e u t s ch e r Antisemitismus" sprach. Nach dem tiefgründigen Vortrag, der den lebhaftesten Beifall auslöste, wurde über die Tätigkeit der seit dem 23. Juni v. I. bestehenden Ortsgruppe berichtet. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 60 auf 175 erhöht. Ein Ortsstatut wurde unter geringer Aenderung des Normalstatuts angenommen und der Vorstand auf die Dauer von drei. Jahren wiedergewählt. Die Ortsgruppe Kiel veranstaltete Anfang November eine außerordentlich stark besuchte Versammlung, in der Dr. Wiener-Berlin über den Stand der antisemitischen Bewegung referierte. Seine fesselnden, leider vielfach recht unerfreulichen Darlegungen erweckten lebhaftes Interesse. Eine ganze Anzahl neuer Mitglieder meldete sich zum Beitritt. In Hattingen (Ruhr) fand am 12. November 1919 eine Versammlung statt, in der Lehrer Katzen st ein aus Steele einen ausgezeichneten Vortrag übet die gegenwärtige Lage hielt. Er ging besonders eingehend auf die Verlogenheit des Hetzwortes" ein, das gerade im dortigen Industriegebiet von den Antisemiten besonders für ihre Zwecke in Hetzreden verwandt wird: „Habt ihr schon einen Juden als Arbeiter gesehen?" Die sachverständigen und trefflichen Ausführungen fanden reichen Beifall. . Es wurde-schließlich einstimmig der Beschluß gefaßt, eine Ortsgruppe des Centralvereins zu gründen. Da der in Aussicht genommene erste Vorsitzende abwesend war, wurde jedoch die Bildung des Vorstandes verschoben. Dortmund. Am 24. November v, I. veranstaltete die hiesige Ortsgruppe im großen Saal des Gewerbevereins eine große öffentliche Versammlung. Der Vorsitzende, Rabbiner Dr. Jacob, hielt eine Eröffnungsansprache, in der er kurz -die politische Lage skizzierte und die re-

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