Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1919)
- Article
- Die "Ledigenhei"-Gründungskommission des Jüdischen Jugendbundes [Nachricht]
- Date
- 1919-12-01
- Page
- 533 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Vermischtes. Kellermann-Berlin. — Die Ledigenheim-Gründungskommisfion beabsichtigt, jüdischen jungen Leuten, die von außerhalb nach Berlin kommen, ein Heim zu schaffen, in dem sie biLig und behaglich wohnen können. Verwischtes. a) Zrrdenfeindttches nnh Zrrdenfrettndliches. Der Schlesmig-Holfteirrische LMdesEband der Derrtschrratisnalen Parier. Wir haben ^bereits in der vorigen Nummer von der Entschließung des Hauptvorftandes der Deutschnationalen ParteiKenntnrs gegeben. Einzelnen Landesorganisationen dieser Partei scheint die antisemiLifche Entschließung des Hauptvorstandes noch nicht weit genug zu gehen, und sie glauben, ein übriges in der Bekämpfung der Juden tun zu müssen. So hat der Schleswig-Holsteinische Landesverband der Deutschnationalen Partei eine Entschließung gefaßt, die noch schärfer gehalten ist als die des Hauptvorstandes. Eid lautet wie folgt: „Die Deutschnationale Volkspartei steht auf dem Boden des deutschen Volkstums und hält es für ihre Pflicht, dies mit aller Entschiedenheit zum Ausdruck zu bringen. Sie kämpft gegen den undeutschen.zersetzenden Geist, der sich zum Verderben unseres Volkes seit Jahrzehnten immer stärker geltend macht und erhebt daher Einspruch dagegen, daß. Juden und andere Volksfremde die Herrschaft an sich reißen." Einem großen Teil der Versammlung ging die Entschließung nach dem Zeitungsbericht noch nicht weit genug, und eine Reihe von Anträgen forderte die völlige Ausschließung der.Juden aus der Partei,, das Bekenntnis zur Deutschblütigkeit und ähnliches. Man sieht, wohin die Politik der Partei ganz notwendig führen muß. „Daheim". Wir hatten bereits früher schon einmal Gelegenheit nehmen müssen, darauf hinzuweisen, daß die Zeitschrift „Sähet m" seh r st a r k z u m An 11 s e m4L i sm usneigt. In der letzten Zeit haben sich die Fälle, aus denen aus eine antisemitische Tendenz der Zeitschrift zu schließen ist, stark gehäuft. So lag kürzlich einer Nummer ein Flugblatt des „Deutschen Schutz- und Trutzbundes" bei, das zum Kampf gegen das Judentum aufforderte. Auf unsere Anfrage bekamen wir seitens der Schriftleitung eine ausweichende Antwort. Es ist im höchsten Grade bedauerlich, daß eine Wochenschrift, die lediglich der Unterhaltung der Leser oder literarischen Tendenzen dienen sollte, in dieser gehässigen Weise in den politischen Kampf eingreift. Prozeß Bruhn—„Frankfurter Oderzeitung". Mit Bezugnahme auf den in unserer Nummer 7/8 erschienenen Artikel „Prozeß Wilhelm Bruhn gegen die ,Fr2nkfurter Oderzeirung'" geht uns folgende Berichtigung mit der Bitte um Veröffentlichung Zu: Es ist unrichtig, daß durch den in dem Artikel „Prozeß Wilhelm Bruhn gegen die .Frankfurter Oderzeitung'" in Nr.-7/8 aufgeführten Beschluß des Amtsgerichts Berlin-Mitte vom 7. Mai 1018 die Privatklaae des Herrn Verlegers Wilhelm Bruhn, M. d. N., gegen die „Frankfurter Oderzeitung" endgültig zürückgewiesen worden ist. Der fragliche Beschluß ist vielmehr aus die von dem/Unterzeichneten Rechtsanwalt im Aufträge des Herrn Bruhn eingelegten Beschwerde durch Beschluß der 7. Strafkammer des Landgerichts I vom 3. Juni 1919 aufgehoben worden, und es ist durch den