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Im deutschen Reich · 1919-12-01 · Heft 12 (Dezember 1919) · p. 531

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 12 (Dezember 1919)
Article
Essen [Nachricht]
Date
1919-12-01
Page
531 (sequence 2)
Language
German
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VereinsNachrichLeN 5B1 Hydra des Antisemitismus" ein eindringliches Bild der gegenwärtigen Lage. Seine dringende Mahnung an die Versammelten, daß gerade in dieser Zeit niemand unseren Reihen fernbleiben dürfe, fand, williges Gehör, so daß sich viele neue- Mitglieder in die Mitgliederliste einzeichneten. GöttingerL Am 4. Novemöer 1919 fand die erste Winterveranstaltung der Ortsgruppe Göttmgen statt. Rabbiner Dr. Beh rens-Göttingen sprach über „Das Gebot der Stund e>—- GegenwarLsaufgaben des Centralvereins". Er kennzeichnete in fesselnden Ausführungen den geistigen Gehalt der Centralvereinsidee und besprach die Stellungnahme des C. V. zu den Ereignissen im Reich und innerhalb des Judentums. Im Anschluß daran sprach R e ch L s a n w a! .1 Walter Proskauer, der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Südhannover, über das Thema „Vier Monate Abwehr". Der Be- Zirksverband Süd-tzannover hat über den ganzen. Süden der Proviyz, der von Göttingen aus sehr stark antisemitisch bearbeitet wird, die Abwehr Organisiert und in jeder jüdischen Gemeinde des ^Bezirks eine Wwehrgruppe gebildet. Der Abend schloß mit einer Reihe von Mitgliederanmeldungen. Am Donnerstag, den 6. Novemöer 1919 veranstalteLe die Ortsgruppe GrArreWalh-DahleM-Schmargendsrs im Goethe-Lyceum in Schmargendorf eine öffentliche Versammlung, in der Or. Jsmar Freunch von der jüdischen Gemeinde Berlin einen Vortrag über das Die FeSerrsVANMMer ISIS BrrseDSV Zeitschrift ist in unserer Expedition vergriffen. Wir bitten diejenigen Mitglieder, welche dieses Heft zur Verfügung stellen können, um Mitteilung. Thema: „Der Kulturwert des Judentums" hielt. Diese Versammlung war zum ersten Male wieder als öffentliche Versammlung einberufen, um eine Verständigung in der jungen Ortsgruppe zwischen unseren dortigen Glaubensgenossen und den andersgläubigen Mitgliedern anzuöahnen. Es waren etwa 250 Personen in der von Dr. Holländer, dem Syndikus des Central-Vereins, geleiteten Versammlung erschienen. Dr; Freund führte die Zuhörer in die jahrtausendealte Kulturgeschichte der, Juden, die in ihren Ausstrahlungen für die Menschheit ungeheure Kulturwerte gebracht hat. Er wies den Anwesenden an Beispielen aus der jüdischen Gesetzgebung nach, auf welch hoher Kulturstufe schon damals die Juden geständen haben. In der sehr lebhaften Diskussion sprachen auch einige Antisemiten, deren Ausführungen mit lebhaftem Unwillen abgelehnt wurden. Zum Schluß ergriff Dr. Freund nochmals das Wort, um in längeren, eindringlichen Ausführungen die Angriffe der Diskussionsredner abzutun, er hatte den ungeteilten Beifall der Anwesenden. In Mürsberg i. Wests, hat sich am 8! November 1619 eine Ortsgruppe des Centralvereins gebildet im Anschluß an ein interessantes Referat von Fritz Borchardt über ,,ZieIe und Bestre bangen des Centralvereins". Zu Vorsitzenden wurden gewählt: Lehrer Meyerhofff.,Fritz Borchardt und Siegfried Strauß. Die Ortsgruppe Leipzig hielt am 10. November 1919 im überfüllten Saale des Hotel „Palmbaum" eine Mitgliederversammlung ab, in der Rabbiner Dr. Lewin über eine Serie von Artikeln zur Judenfrage sprach, welche kurz zuvor im „Leipziger Tageblatt" erschienen war und die, trotz des unverkennbaren Willens zur Objektivität, zu lebhaften Debatten Anlaß gegeben hatte. An das ausgezeichnete Referat schloß sich

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