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Im deutschen Reich · 1919-11-01 · Heft 11 (November 1919) · p. 484

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 11 (November 1919)
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Date
1919-11-01
Page
484 (sequence 2)
Language
German
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484 Im deutschen Reich B. als „der Jude" eine. Beleidigung. -. Es hätühn mit Rücksicht.aufseiÄn. Bildungsgrad und seinen öffentlichen Einfluß zu der angegebenen Strafe verurteilt. In seiner Revision behauptete der Angeklagte, die Bezeichnung Jude sei ebensowenig eine Beleidigung wie die Bezeichnung Christ. Das Reichsgericht Hielt bte Absicht der Beleidigung für ausreichendfestgestellt, auch fei der ß 110 mit Recht angewendet. Es verwarf deshalb die Revision des Angeklagten als unbegründet. b) Nachrichten ans dem;LLischen Leben. Die Verbindung im K.T. „Sprerüa", Berlin, die am 22. Oktober ihr Zojähriges Süstungsfest beging, hat anläßlich dieses SüfLungsfestss Herrn Geh. Justiz rat vr. Eugen Fuchs, den Vorsitzenden de's Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen G! a ii b ens, in Anerkennung seiner großen Verdien sie um das deutsche Judentum zum Ehrenmitglied ernannt» Sie hat damit in den 25 Jahren ihres Bestehens zum erstenmal von der Verleihung dieser Ehre Gebrauch gemacht.' — Das Stiftungsfest selbst wurde anläßlich des in den Tagen vom 1.—3. November in Berlin stattsindenden K.-C.-Tages durch einen Festkommers festlich begangen. Wir kommen auf die Feier und die Verhandlungen des K. C- Tages noch in der nächsten Nummer zurück. Verband paritätischer Korporationen an deutschen Hochschulen. Die seit mehreren Jahrzehnten an vielen deutschen Universitäten bestehenden paritätischen Korporationen haben sich zu einem Verbände züsammengeschlossech der den Namen Burschenbundsconvent (B. C.) führt. -Die Korporationen tragen Farben und geben unbedingte Satisfaktion, ihre Ziele sind Pflege studentischen Lebens in vaterländischem Geiste, Erziehung zu staatsbürgerlicher Betätigung und Gleichberechtigung aller deutschen Studenten ohne Rücksicht auf Geburt und Glauben. Dem Verbände gehören an: in Berlin: Brandenburgia, Ghibellinia und Neo-Silesia; in Breslau: Alemannia; in Frankfurt?" Bavaria; in Hamburg: Markomannia; in Heidelberg: Saxonia; in Leipzig: Alsatia; in München: Thurmgia und in Würzburg: Wrceöurgia. Eröffnungsfeier der „Freien Jüdischen Volkshschschule". Am 12. Oktober h. I. fand im Saale der Großloge in Berlin unter zahlreicher Beteiligung der Dozenten, des Kuratoriums, der Vertreter der großen jüdischen Organisationen und zahlreicher Freunde der Volkshochschule die Eröffnungsfeier statt. In einem feindurchdachten Referat sprach Hans Goslar über die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Juden. In sehr instruktiver Weise schilderte er, wie sich die wirtschaftliche Lage der Juden entwickelt und welche. Gefahren sich aus der augenblicklichen Situation ergeben. Er schloß mit einem Appell, gegenüber dem furchtbaren Anüsemitismus einmütig zusarmnenzustehen. Es folgte ein Referat -des Rabbiners Dt. B er-gm an n über „Geschichte und Legende". An Hand interessanter Einzelbeispiele zeigte er ftsselnd, worin der Unterschied zwischen der Geschichte und der Legende besteht. Die eindrucksvolle Feier ließ in jedem Hörer den Wunsch auf ein gedeihliches und erfolgreiches Arbeiten der Volkshochschule erstehen. Errichtung einer Wischen Volkshochschule in Breslau. Eine besonders für die Breslauer jüdische Gemeinde wichtige Einrichtung soll dernnüchst neu getroffen werden. Auf Anregung der hiesigen Lessing-Loge

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