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Im deutschen Reich · 1919-11-01 · Heft 11 (November 1919) · p. 481

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 11 (November 1919)
Article
Der deutsche Bund für Gewerbe, Handel und Industrie
Date
1919-11-01
Page
481 (sequence 2)
Language
German
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Vermischtes 481 Es ist unser Bestreben, alle Fragen der Mnschaftspolirik von Verhetzung und Pbrteipolitik freizuh alten, um so eine sachliche, im Interesse unseres Wirtschaftslebens liegende Erledigung aller Wirtschaftsfragen und wirtschaftspoliLischen Gesetze herbeizuführen. Wir halten es daher für unsere Pflicht, vor den Bestrebungen des eben genannten Bundes zu warne:;, und bitten, für entsprechende Aufklärung zu sorgen." Ein Kommentar erübrigt sich! Das „TaLsacherr-WArLeriak" der Antisemiten. Die „Hallesche Zeitung" veröffentlichte vor kurzem unter der NLZerschrist „Verbände der deutschen Juden" eine Zusammenstellung sämtlicher jüdischer Vereinigungen in Deutschland, die nach den Informationen der „HalleschenZeitung" der -großen Zentral^ der „Allicmre Jsraelite in Paris" unterstehen. Sie folgert logisch aus dieser Tatsache, daß „wir in sklavischer Abhängigkeit nicht nur der Entente, sondern des Judentums insbesondere geraten sind". Die Großloge, der K. C. AN rrnsere MiLglrEdeDl Air Litten, uns sämtliche antisem.itischen Flugblätter, Hetzschriften usw» regelmäßig zuzusenden, da dieses Material als Unterlage für die verhetzende Tätigkeit der Antisemiten hier dringend benöLigt wird. Täglich werden Nachfragen nach diesem Material laut, die wir nur'auf diese Art befriedigen können. und der Cenrralverein haben entsprechende Berichtigungen cm die „Hallesche Zeitung" gesandtdie, wie von einem so bösartigen Hetzorgan nicht anders zu erwarten war, mit entsprechenden Randglossen veröffentlicht wurden. Wir glauben gern, daß die „Hallesche Zeitung" diese neuen, bequemen Lügen nicht so leichten Herzens preisgeben will. Es ist interessant, auf welche Irrwege die Findigkeit der Antisemiten gerät:' Die „Alliance Jsraelite" als Zentral- Jnstitution zur Aufrichtung der internationalen' Judenherrschaft — auf den ersten Anschein immerhin ein glaubwürdiger neuer Spuk. Antisemitismus im Tuchhandel. Zu den zahlreichen antisemitischen Schriften, die jetzt im Buchhandel vertrieben werden, ist ein neues Machwerk hinzugetreten. Es betitelt sich „Judas derWeltfein d", von F. S ch r ö n g h a m e r - H e i m d a l. Wie aus der Ankündigung hervorgeht, kommt der Verfasser zu einem vernichtenden Ergebnis für das Volk Juda.,, Auch die Schriften von Professor D r. Heinrich W o ls- Düsseldorf, vor dessen Buch „Angewandte Geschichte" wir bereits im Januarheft 1917 gewarnt haben, werden jetzt in antisemitischen. Buchhandlungen empfohlen. Wir werden auch diesen Schlag, der mit der .Druckerschwärze gegen uns geführt wird, aushalten. Die „SorlderZUweifung". Von antisemitischer Seite ist das Gerücht verbreiteL worden, daß der jüdischen Bevölkerung Groß-Berlins 399 Gramm rituelle Aüslandsöutter als eine Sonderzuweisung zu den Feiertagen zugebilligt worden seien. Diese Angabe entspricht nicht den Tatsachen: Vielmehr sind diein der Zeit vom 17.—28. September d. I. durch die Biegskommission verteilten 300 Gramm rituelle Auslandsöütter als Ersatz für chen der andersgläubigen Bevölkerung' zuerteilten ' Speck/anzü- Beachtet die Anzeige: "Gabriel Riesser” Verlag!

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