Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 11 (November 1919)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1919-11-01
- Page
- 453 (sequence 1)
- Language
- German
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3m deutsche« Seich. ZMschrlfi bes Eenttalvereius deslscher Slaaksbörger BdWeu MOsns. ErfcherrrL ZwöLfma! im Jahre. : - Der „CeMral * Verein deutscher Staatsbürger lüdifchLN Glaubens" bezweckr, die deutschen Staats-' oürger lüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammeln, um sie in der tatkräftigen Wahrung ihrer ftaatsbürgsr- Lichen und gesellschaftlichen Gleichstellung, sowie in der unbeirrten Pflege deutscher Gesinnung ZU bestärken. (§ 1 der Satzung des Vereins.) XXV. Zahvg. Berlin, ZroveMbbV 1919. Me. 11 ANhalL: Fugend von K.Ll. — Kamorrcr von Georg Davidsohn- Berlin. — Zum 9. November von Or. Walter Leiser--Berlin. —- Umschau von K. A. Jüdische Rundschau von B. S. — Der- Sinn des Kampfes von Eduard Strauß-Frankfurt a. M. — Furchtlos und treu von Oscar Goetz - Berlin. — Vereinsnachrichten. — Veranstaltungen. — Vermischtes. — Bücherschau. — Briefkasten. —- Inserate. Zrrgend. Am 27. Oktober fand im Anschluß an die Hauptvorstandssitzung des Verbandes jüdischer Jugendvereine Deutschlands im großen Saale des Brüdervereins vor einer nach vielen hundert Köpfen zählenden Zuhörerschaft eine machtvolle Kundgebung der jüdischen Jugend gegen den Antisemitismus statt. Alles, was sich in den Herzen der deutschen jüdischen Jugend an Schmerz und Trauer, aber auch an Entrüstung und Wut über die schmachvolle Agitation der Antisemiten ausgespeichert hatte, kam hier zu einem elementaren Ausbruch. Und zwischen den Worten, die aus glutvollen Jugend herzen hinausgeschleudert wurden, tönte die überlegtere, aber nicht minder entschiedenere Sprache der Vertreter der Organisationen der Aelteren, des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, des Bundes jüdischer Frontsoldaten, des Rabbiner- und Lehrerverbandes. Wir glauben, daß jeder, der dieser Versammlung beigewohnt hat, in seinem Innersten tief erschüttert worden ist. Hunderttausende unserer Glaubensgenossen haben die Schmach, die man uns antut, in ihrer vollen Bedeutung erkannt; aber Tausende stehen