Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1919)
- Article
- Antisemitismus im Heer
- Date
- 1919-10-01
- Page
- 443 (sequence 2)
- Language
- German
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Vermischtes 443 Darauf erhielt et öam Ersatz-Barl, füljgenibie eSen \>o ungehörige wie bezeichnende. vom 5. Juni datier re Antwort: ,,Jhre ZÄlen gelaTüäito heute in ben Besitz intb t&hb Ihnen erwidert,, daß bereits sine Zaihlungsa-nweijung am 23. Mai 1919 dem BeZ.-Kmn. Berlin III üLersandL munde. Ferner wird eüsuchL, mit solchen mistigen ÄLlerdiZenden Scheiben 'das ReArnent reicht .mehr Zn b-elLsLi'gen. 'Si'e!haben dach sicher auch bei den Preußen Abwanden gelernt. Man ist ja leibet gewohnt, von Ihren Glaubensgenossen solche Schreiben Zu erhalten. Machen Sie oliß Ihre weiteren Ansprüche beim Bezirksromm-andio geltend." Dieses Schreiben ist in LLis^r Vorsichtvon dem V'epfaffer nicht unterzeichnet worden ex hielt sich durch Ne AnontzmiM für hinreichend gedeckt um >ungestrQft seiner ÄnKs-LMLHi'chen Neigung Äu-sdruck Zu igeben. — Der Empfänger hat sich an den Centralv-erein gewandt und nebenher auch noch eigene Schotte wegen des beleidigenden Schreibens 'UMbrrro-MMLU. Er hat te&uf n. <r. -eins' Antwort des Auflöifungs-Kommanldss des Nass. Jnst-ReZL. 87 (vom 30- 3uni) erihLchtew, dis zrr-ar keine autisemiLische Tendenz zeigt, aber doch für üm arntüchr Stelle auffallend isü Damit die AngekÄgenheit zu einer räscheosn GrledirgMg, die dringend nötig ist, kommt, vsrösfenÄichen wir den Tatbestartd auch cm dieser Stelle. Em lichter AußLnblick eines Sntisemitischeu BlstLes. In dem Septemberhefr des „T ü r m e r" in Stuttgart finden wir im Briefkasten die Zurückweisung eines antisemitischen Aufdringlings, dem die Zeitschrift einem antifemitischen Artikel wegen der „von ihm gewählten Form" die Ausnahme versagt hat. Worauf nach berühmtem "Muster der Artikelschreiber antwortet, auch der „Türmer" habe das „Fürchten gelernt vor d e r M a ch t des Judentum s". Dieser läppische Vorwurf, der gegen jeden erhoben wird, der entweder antisemitische Flegeleien nicht weirerderöreiLLN will, oder der die Juden gegen ungerechtfertigte Angriffe verteidigt, hat bewirkt, daß der „Türmer" einen "lichten Augenblick erhalten hat. Sr antwortet dem Herrn im Briefkasten mit einer Verurteilung des „Radau-Antisemitismus" und sährt dann fort: „Es geht nicht an, die ganze Judenschaft in einen Topf zu werfen. Nur wenn wir die wertvollen Elemente, und deren gibt es doch auch darunter, stärken, wenn wir die sich über Gebühr hervordrängenden Bestandteile auf das normale Maß zurückzuführen suchen, kann es innerhalb der Judenschaft zu einem Ausgleich kommen. Nichts ist törichter und gefährlicher, als beim jüdischen Gegner nur die Fehler zu sehen, nicht aber die speziellen Fähigkeiten, "mit Hilfe deren er seine Machtstellung behauptet." SszialdemoZraLiE tmb Steiffemitrsmus. Georg Larrdsö erg-Breslau hat sich in Leu „Vorwärts" mit folgender Zuschrift geflüchtet: August Win mg, der jetzige OLerpräsideuL von Ostpreußen, veröffentlicht irr Nr. 16 der „Glocke" einen Artikel: „Glossen zur Ratifizierung," in dem er hm SoZialdsmsZraten jüdischer Abstammung zumutets, sich in allen Fragen, die nationale Gefühls des deutschen Volkes berühren, ZurückzuhalLen, weil ihnen durch ihre volksfrsrnde Abstammung der Weg zum Verständnis für das Fühlen des Volkes versperrt sei. Da kein anderer antwortete, so hielt ich mich für verpflichtet, der Katze die Schelle umzuhängen, indem ich in Nr. 20 der „Glocke" Wirwigs Nassentheorie kritisierte und ihn an die Seite der Antisemiten stellte. In Nr. 22 trat Winnig zu' längerer Antwort an. . . Er spieLte den Nationalen Otto LandZöerg gegen mich aus und überhäufte mich mit Schmähungen, weil ich "feinem Anspruch an Patriotismus nicht genüge.