Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 9 (September 1919)
- Article
- An unsere Mitglieder!
- Date
- 1919-09-01
- Page
- 398 (sequence 1)
- Language
- German
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898 Im deutschen Reich BrisfZMen. An mrsM Mitglieder! Es wird gebeten, Zuschriften in Angelegenheiten des Centralvereins nicht an eine bestimmte Person, sondern stets nur an den „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" zu richten. Andernfalls besteht Gefahr, da!ß die Zusendungen infolge Abwesenheit des in der Aufschrift Bezeichneten von der Zentralstelle bis zur Zustellung an ihn — also mitunter wochenlang — uneröffnet liegen bleiben oder auch durch Wechsel in der Person des Dezernenten eine unnötige Verzögerung der Erledigung erleiden. Auch bitten wir, jede Wohnungsänderung dem Bureau, Berlin SW, Lindenstr. 13, mitzuteilen. Verschiedenen Einsendern. Wir haben bereits im vorigen Heft an dieser Stelle die Aufforderung an die Juden, den Einwohnerwehren bei zu treten, unterstützt. Wir wiederholen die Aufforderung und bitten unsere Mitglieder, in ihren Kreisen dahin zu wirken, daß möglichst viele Glaubensgenossen den Einwohnerwehren öeitreten. B. H. in Meiningen. Wir werden Ihre Einsendung in der nächsten Nummer verwerten. I. V. in Berlin. Es ist in der Tat aufsallend, daß die „Frei* deutsche Jugenb", Monatsschrift für das junge Deutschland, in Heft 2 unter der Sammelrubrik „Aus der Bewegung" sich antisemitisch gebärdet, vom Gezänk der Juden und Geldmenschen spricht, vom „Verfall, von den Juden noch gehegt und gepflegt", ferner behauptet, „die Juden suchen den Vorteil durch die Schwächen der anderen" — und in derselben Rubrik eine als Flugschrift erschienene Ansprache Martin Bubers „Zion und die Jugend" abdruckt und an anderer Stelle diese Flugschrift empfiehlt. Dr. St in Mannheim. Besten Dan? für die Auskunft, die wir der weiteren Kenntnisgabe für wert halten. In einer reichlich unbekannten Zeitschrift „Der Revolutionär", die in Mannheim erscheint, finde: sich ein sehr angreifbarer Aufsatz von Hans Berl: „Der Jude als Revolutionär". Da diese kommunistische Zeitschrift vermutlich wieder den Juden angehängt werden wird, stellen wir fest, daß ihr Herausgeber der Mannheimer Kaufmann Moritz Lederer ist, der 1916 aus dem Judentum ausgetreten und seit Januar d. I. Führer der Mannheimer Spartakisten ist. A. S., Berlin. Eine übersichtliche Tabelle über die deutschen Postu-nd Telegramm gebühren können Sie von Oberpostsekretär B a g i n s k y in Schleswig erhalten. Schluß der Redaktion 13. September 1919. Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Jakob Schere?, Berlin - Steglitz. Alleinige Anzeigenannahme: „Kaufmännisch - literarische VerlagsgefeU-- schaft nt. b. H., Berlin NW. 23." Verantwortlich für die Anzeigen: Georg Israel, Ler!inNW.L3,Lessin8str.40. Rotationsdruck: MöllerLVorel G.M.L.H., BerlinVW.63.