Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 9 (September 1919)
- Article
- Ellegaard Ellerbek
- Date
- 1919-09-01
- Page
- 393 (sequence 2)
- Language
- German
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S93 Vermischtes das' sich in - üblen L'nL.lsemä'HHen> Pöbeleien ergeht. Vom dem Verfasser ist ums bekannt. daH er bereits frülM spinitistifche Versammlungen dazu benutzt hat. anLiseurMche Prop6?ganda zu trAben. Jetzt ^schreibt er nach bekännter Methode ein Werk M VerrherrliHrmA des 'ds-Utschen Rittertums und desgermanischen Götterglaubens, in denr er zugleich den tiefen Gegensatz zwischen arischen und jüdischen Wersen — dieses wird in gemeiner Weife dargestellt — schildert« .'Jüdische und. HrMiche Sch^WEer. Uns wird geschrritzLen: Für die Sch i *1.1 e r st.i' f L u rr,g ist ein neuer VyüsLicmd ernannt worden, welcher be'MmMttden Einfluß auf die BsaHilfen für SchrrifHtelbsr 'hat. Natürlich vermuten unsere braven AnMemiiten, daß dieser ein Jude M. und, wenn er - auch nachweist, .das er von uralter Zeit her christlich ist, so erklärt ein UngenannLer in der „Deutschen Zeitung" vom 27. August 1919 doch: ^.dies könne er nicht „nachprüs-en"^. «und fragt weicher in nnbewuMer, nb^r um so wirksamerer aögrunvtieferUNwissenheit: .Könnte -ein Jude den Faulst oder den grünen. Heinrich geschrieben haben?" Wese Frage ist schon um-smn'vg;. warum sollte nichk aüch ein Jude dergleichen geschrieben .haben können, hat doch unter anderen ein gewissjer Heine eines der üeliaöLcisten. deutschen, zum Volkslied gewordenen Gedichte geschrieben: „Die Loreley". Was kann aber fe-rnM ^urrchristlicher" sem als der- Grüne Heinrich und min gar der Faust? Wer weiter: Gibt es denn nur deutsche, nicht auch spanische, englisch^, französischie, italienWe Christen? und ihabsn diese an der WelLMercktnr nicht mibges'chlsfen, wie Mrlchon, Ariost. Cervantes. Dasto ufw.. Der Antisemit dreht sich in dem engsten Kveife von zwei deutschen Werken herum. vnh bedenkt nicht. doch das Christentum int.ernatio.nal ist. Jösus sprach: Gehst hin.Anid lehrst alle Völker". Die Deutschen erwähnte Jesus nicht iir,b konnte sie nicht erwähnen, weil sts damals noch gar kein Volk waren. - Aber noch Weiler: Zugegeben, das; weder Grüne Heinrich noch. Faust von einem Juden hätten geschrieben,werten können, aber wer hat. denn, die weit höher stehenden Büchw aller Bücher, das alle und neue Testament, auf denen das ChristenAAr doch beruhst geschrieben? Wer anders als Juden reinsten Blutes und nur Inden. Das alte Testament', doch gewiß., denn damals »gab es überhaupt keine Christen; und das neue ° Testament ist auch von lmrier Juden;, mindestens, -wie sich die Antiliemi-ten geschmackvoll auszudrücken pflegen von „Judenstümmlingen", geschrieben. Keiner der Evangelisten war Huch nur ge-taufst lfondern alle waren von ihrer Geburt bis zu ihrem Tode Juden. Wenn diese sich arm ein Schrllerstipenidium bewerben würden, dann wüvdo der antistmütifHe deutsche, christliche Zionswächter nach dem Wort der „Deutschen Zeuiun'g" es ihnen alp versagen und versa gen müssen;. denn diese Bewerber sind ja.' schrecklich zu'sagen, Juden, Juden, und immer wieder Juden. Aus der' hier vorliegenden' Judenhetzerck spricht nur die rerrw. oder Vi-Llmehr schmutzige arntilsem-itische Geldgier, welche die Geldvorteile nur für sich haben -will, obwohl bekanntlich in der SchillerstifLung viel Kubisches" Geld steckt. An Goethes des „christlichen" Faust-Dichtms 170. GeburLskag. Ern QnLsstn'iiischLr KarLosselmucherer. Im Kreise Erfurt gehört zu den Säulen der konservativ-agrarlschen Richtung Gutsbesitzer H. Gräfe in Walschleben. Wegen Sprengung einer fortschrittlichen Versammlung in seinem Dorf ist er vor etwa 8 Jahren wegen Hausfriedensbruchs zu 1O0 M . Geldstrafe und den Kosten zweier Jnstailzen verurteilt worden. Beachtet die Anzeige: ”Gabriel Riesser” Verlag/