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Im deutschen Reich · 1919-09-01 · Heft 9 (September 1919) · p. 392

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 9 (September 1919)
Article
Gedenktafels für jüdische Gefallene
Date
1919-09-01
Page
392 (sequence 2)
Language
German
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892 Im deutschen Reich wird, als die antisemitische Verleumdung, daß die Juden in der Erfüllung vaterländischer Wichten versagt haben. Der „Deutsche Schutzrmd Trutzbuud" in Duisburg Verbreiter durch die alldeutsche Presse ein Flugblatt, in dem er behauptet, er wolle lediglich über das Wesen und den Umfang der jüdischen Gefahr aufklären. Er ist also ein Seitenstück zum „Ausschuß für Volksaufklärung", der in einem seiner Flugblätter, vermutlich zum Zweck der Aufklärung, zu nichts Geringerem als zum Mord aufforderte. Der „Deutsche Schutz- und Trutzbuud" betont ferner in seinem Flugblatt, daß er seine Ziele „mit Ruhe und Vornehmheit" verfolgen und sich von jeglicher Hetze fernhalten wolle. Da eine antisemitische Organisation dies behauptet, ist es Lüge. Fast zu gleicher Zeit hat" der Bund ein Flugblatt verbreitet, das unter anderem folgende Stelle enthält: Wohin Ihr faßt, Ihr werdeL ZAÄen fassen l Wer stellt bte meisten Kriegswucherer d Juden l Wer betreibt den rücksichtslosesten Schleichhandel? Judenl Wer hetzt das Volk unablässig ins Elend? Jrrderrl Deutsche,! befreit Euch vvrr der ZAdenherrscherfL t Das ist Aufklärung, das ist Ruhe und Vornehmheit, das ist Fernhalten von Hetze. Die DeutsH-AaLiorralLK drangen zur Klarheit. Die Berliner Ortsgruppe der. Deuhsch-nätionalen Volkspartei hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, zum nächsten Parteitag den Antrag zu stellen, daß I u de n a l s M 11 g frei er n i ch L au f g en o in m e n werden dürfen. — Die Deutsch-nationale Bolkspartet hat sich nach anfänglichem Schwanken so entschieden dem Antisemitismus zugeneigr, daß es wohl kaum noch einen Juden geben dürste, der ihr beizutreten willens ist. Auf dem letzten Parteitage hat der Vorstand es . noch zu -verhindern vermocht daß die Anträge auf Ausschluß von Juden angenommen wurden. Die EesamPimmung ist aber, wie wir s. Zt. berichteten, so, daß -an einem offiziellen Beschluß nach dieser Richtung nicht zu zweifeln ist. Die Mischen Abgeordneten der NLLloWlversÄMMuuZ. In einigen Blättern wurde behauptet, d-atz in der Nationalv ers-ammulng 24 Abgeord- 7MÜ3 jüdischer Mstamrnung vertreten feien. Vielleicht -trifft Ne Zahl zu. aber nur 10 AhgeorduLte haben Ar offiziellen Almanach der Nationalvefiammliung sich selbst als Juden bezeichnet. Es sind dies folgende Herren: Rechtsanwalt Moritz Baerwal d.. Bromberg; Rechtsanwalt Ür. für. Oskar Cohn, Berlin; Schriftsteller Georg David fohn, Berlin; Rechtsanwalt Bernhard Falk. Köln a. Rh.; Rechtsanwalt Ludwig Haas., Karlsruhe; Rechtsanwalt Hugo Hause, Berlin; Rentier Hugo 'Hermann, Berlin; Rechtsanwalt Hugo S i n z h e I irt e i u Frankfurt a. M.; Rechtsanwalt Felix Wald stein. Altona; Schriftsteller Enrannel Wurm, Berlin. ECegWch Ellerbek hat ckwen „.Roman mit 3 Gesichtem" vevoffentlichh. der in zahlreichen Tageszoitunigen angepriesen wird. Wir weisen unsere MitgMder darauf hin, daß es sich bei diesem Roman „Sonne Sonnin-as Söhne auf Sonnensee" um ein Machwerk handelh,

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