Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 9 (September 1919)
- Article
- Die Ortsgruppe Brandenburg (Havel) [Nachricht]
- Date
- 1919-09-01
- Page
- 390 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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290 Im deutschen Reich sitzende, Rechtsanwalt Dr. Kochmann, begrüßte die erschienenen Mitglieder und Gäste und entartete den Jahres- und Kassenbericht. Die Mitgliederbeiiräge haben sich durch rege Werbung gegenüber dein Vorjahre fast verdoppelt. Hierauf nahm Syndikus Dr. Holländer, Berlin, das Wort zu seinen: Vortrag: „Gegenwart und Zukunft des deutschen Judentums". Seine überaus packenden Ausführungen fanden den lebhaften Beifall der Versammlung und gaben Anlaß zu einer lebhaften Aussprache. In den Vorstand der Ortsgruppe wurden wiedergewählt Rechtsanwalt Dr. Kochmann mrd Fabrikbesitzer Gustav Loewenheim und neugewählt Lehrer und Kantor Lewinsohn und Fräulein Frieda Helft. In der OrtsZruppL i. Br. hielt am 6. August Syndikus Dr. Holländer einen Vortrag über; den Ernst der Lage und über die Nottoendigkert unsere Organisation durch Werbung neuer Mitglieder and auch finanziell auszubanen. Wie uns geschrieben wird, dankte die Versammlung ^dem Redner für feine warm enrpsundlenen Ausführungen und auch für feine rastlose Arbeit im Dienste der Ideen des Zentral- Vereins. Der äußrere Erp>lg war die AaWrsiche Anmeldung neuer Mitglieder. In Arnstadt hielt am 5. Juli Rechtsanwalt Felix M eher aus Erfurt vor -einer sehr gut besuchten Versammlung einen Vortrag über das Thema „Die Stellung der deutschen Juden im öffentlichen Leben". Der Redner verbreitete sich eingehend über die Beteiligung der deutschen Juden im Kriege, namentlich im Frontdienst, über die Verdienste in der Heimat sowie in der Technik und chemischen Industrie. Die unberechtigten Vorwürfe gegen die Juden, daß sie am Ausbruch des Krieges, an seiner Verlängerung, an seinem kläglichen Ende die Schuld trügen, ferner die Vorwürfe, daß sie die Revolution bemacht hätten, wurden unter sorgfältiger Verwendung reichlichen Materrals zurückgewiesen. Der Vortrag fand sehr starken Beifall. In Emden hielt kürzlich Rechtsanwalt Dr. Schleißner, Hannover, eine:: Vortrag über „Gegenwart und Zukunft des Judentums". Der Redner schilderte, wie uns berichtet wird, in fesselnder Weise cdas Bestreben der Reaktionäre, die Schuld an Deutschlands Zusammenbruch den Juden aufzuwälzen. Der Kampf gegen dieses Vorgehen fei unbedingt notwendig, ebenso notwendig aber auch die tätige Mitarbeit am Neuaufbau des Vaterlandes. Eine lebhafte Aussprache mit zionistischen Rednern brachte das Ergebnis, daß ein gemeinschaftliches Zusammengehen im Abwehrkampf angebracht sei. — Im Anschluß an diesen Vortrag wurde in Emden eine Ortsgruppe gebildet. Irr Tübingen fand Ende Juli eine stark besuchte Versammlung unserer Ortsgruppe statt, in der der Vorsitzende des württembergischen Landesausschusses, Dr. Fe l d m a n n , über das Thema „Die deutschen Juden und der Zionismus" sprach. Dem Vortrag folgte eine lebhafte Debatte, an der sich einige zionistische Redner in sehr aggressiver Weise gegen die Tätigkeit des C. V. wendeten. Der Referent wies, wie uns geschrieben wird, in seinem Schlußwort in vornehmer Weife die persönlichen Beschimpfungen zurück und widerlegte wirkungsvoll und überzeugend die sachlichen Einwendungen gegen die Haltung des C. V. VersKMitArrgerr. Hrruptsersamrnlmrg des Verbundes Deutschen Zudem Der Verband schreüöt uns: ..Am Sonntag, den 20. November d. I., wird in Berlin die VI. öffentliche Hauptversammlung des Verbandes te Deutschen Juden tagen. — Ernster als je heißchen die Forderungen der neuen Mt von dar deutschen Juden heit zum Besten des