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Im deutschen Reich · 1919-09-01 · Heft 9 (September 1919) · p. 389

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 9 (September 1919)
Article
Zur Beachtung [Nachricht]
Date
1919-09-01
Page
389 (sequence 1)
Language
German
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V er ein snachri ch t en LS9 VereMsKschrichLEK. Zur BeschtLUlg. In den letzten Tagen werden Rundschreiben und Aufrufe von neu gegründeten Organisationen Versandt, die es sich nach ihren Schreiben Zur Aufgabe gewacht haben, den Antisemitismus zu bekämpfen. Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat mit diesen Sammlungen von OrganifaLionen, insbesondere mit der Liga zur Bekämpfung Lntisemitischer Bestrebungen, Berlin, Potsdamer Straße 40, eine Treppe, nichts zu Lun. Er warnt, diesen dunklen Gründungen auch nur einen Pfennig zu opfern. Der „Verband Grotz-Berlirrer Ortsgruppen" SW 68, Lindenstr. 13, 3 Tw, bedarf dringend rühriger Mitglieder, die zu einer tatkräftigen Mitarbeit in den Groß-Berliner Ortsgruppen bereit sind. Umgehende Meldungen sind an das Bureau des Verbandes erbeten. Adressen jüdischer Studierender. Der „Verband Groß-Berliner Ortsgruppen" Littet aLe Mitglieder, ihm sofort recht zahlreiche Adressen ihnen bekannter jüdischer Studierender beiderlei Geschlechts an den Berliner Hochschulen zuzusenden. — Er braucht diese Adressen dringend für seine AöwehrarbeiL. WaLbmex PrDf. Bi% MayLcmM ist seiner Berliner Gemeinde durch einen sanften Tod entrissen worden. Maybaum, Ehrenmitglied des Verbandes der deutschen Juden, hat sich schon an den Grünhungsverhandlungen des Centralvereins beteiligt und ist seit seiner Gründung ein treues Mitglied unseres Vereins gewesen. Der Tod dieses begnadeten Kanzelredners und erfahrungsreichen geistlichen Führers ist ein'schmerzlicher Verlust für die deutschen Juden. Hugo HemKMiMM., der bekannte sozialistische Politiker und Berliner StadtverordEer, ist Anfang August nach längerer Krankheit gestorben. Er hat der gemäßigten Richtung der Sozialdemokratie angehört und war im politischen Kampf stets sachlich und vornehm. Nach der Revolution wurde er Leiter des Reichsiustizamtes, um spater als Unterstaatssekretär in das Preußische Justizministerium einzutreten. Als Mitglied der Preußischen Landesversammlung war er einer der Vertreter Berlins. Heinemann war auch ein geachteter Rechtsanwalt (am Kammergericht), und hat in politischen Prozessen oft die Verteidigung von Parteigenossen geführt. — Der Entschlafene har die Bestrebungen des Centralvereins nicht nur warm unterstützt, sondern war, infolge seiner regen Tätigkeit für uns, seit vielen Jahren Mitglied des tzauptvorstandes - des Centralvereins. Wir werden sein Andenken stets in Treue bewahren. K«?marm JaesÄ TrLnwmtn ist in Bamberg in hohem Alter gestorben. Treumann hat die Ortsgruppe des Centralvereins in Bamberg mitarundet und nahezu 25 Jahre .tatkräftig- und mit Erfolg geleitet, so er auch in den HaupLvorstand des Centralvereins berufen wurde. Die LHe-echigung des Entschlafenen, .der in Bamiberg einer der volksürmli-chsten GöstaNren war., zeigte eine sehr rege BeieikiguM. Rabbiner Dr. Eästcin hielt eine ergreifende Trauerrede^ Namens des Centralvereins, Ortsgruppe Bamberg, widmete Herr Breü selber dem Verblichenen herzliche NÄschi-edswort-e. Es sprachen noch zwei Mitglieder von Vereinigungen, denen Treumann angchört hattei— Wir werderi dem Entschlafenen sin herzliches Andenken bewahren. Ms Or^Mrrpps VrMdsrchzrrg (Havel) des Centralvereins hielt vor einiger Zeit eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung ab. Der Vor-

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