Mannheim
Compact Memory

Im deutschen Reich · 1919-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1919) · p. 343

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1919)
Article
Die Feme der Daleg
Date
1919-07-01
Page
343 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2316602-2316888-2316895-2356059--30188-2356185
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

BernifchW MS ges*#?.«* sLdrstsAN -tef im msdernen R.e6)tz§sdaat ebensowtrJg ü?<nrm geifern i9crbcn-t WE für Lügen, wrrftcdi« AusfordErungen Zu Judenpogromen r.ach rufsischk^n Muster m&b -andrem groben ilnfm Btrd dEssem Treiben nichE beizeiten er» Riegel vsrg-klchoKen, so volvb d^e BoMverhetzar^g ^md -ZerüLftm^ Ar u.uerfreulicher Werse weiterwachsen. Har doch neuerdings d-er berüchligts Dr. Pud-or auch ein Blatt mit allerhand «nüsemi-rrkchen Äassreien ösferrtlich anschtaFen Krsstn Wir unsererseits Mächten hierzu noch 'bemerken, daß zu jener. Zeit in Leipzig die Verbreitung von Flugblättern der Unabhängigen verboten ^rr, daß unter dem BelaßerungsFustand, den General Mrrcker verhängt hatte, jcfre Art ba Aufhetzung verfolgt wurde. Döe, sntlsemiris^ Aufhetzung zur Unschädlichmachung der jüdischen Bürger hatte anscheinend einen Freibrief. — Derselbe antisemitische AufhetzungAuisch ist, wie wir der „Neuen Münchener Zeitung" (2. Juni) entnchmen, in München als Flugblatt 'verbreitet worden. Wss Mt Mdentsch^K n§rl.KNWN. In den „Alldeutschen Blättern" (5. Juli 1919) schreibt Regierungsrat Fritz folgendes: . Mkk der ErriMrmg deH jüdffchen Maates Kr PirlMna und der jüdischen Aütorrow.iE in PoKm, der Ukraine, Nurnänien werden die Juden M ein stlbMEg-es Volk volke-crechUich unerkannt. Anerkennung ffetyfi m&mibty und Mgevichtitz dazu, sie auch Ar den übrigen Ländern, die sie zu ihrem Wohnsitze gswählr, unter eine naki anale Selbstverwaltung zu stellen, die ihnen das Recht gibt, ihre völkischen und r-MKösen Belange selbständig zu regeln, auch, isir"Verhältnis ihrer Volks- Kühl. Abgeordnete zu den Parlamenten zu wühlen. Dagegen dürfen sie Mnerhin nichjt zu den S taaitgZmtern als Lehrer und Rechter außerhalb ihres eigenen Gxmeknwesens Mgelasten Werden, und zur R e ch t s a n w a l t s ch a f i von deutschen Gerichten nur insoweit, als sie jüdische Menten vertreten. Regi-erungs- und Kassenärzte dürfen sie künfchg nicht weht sein. Theater und fonsti'HL Kunst- und Vergn ü g L Ä gsansta l tteit dürfen nicht von Finden geleitet oder müssen als jikdrsche bezeichnet Werdern Ganz besonders aber muß der jüdische EiüfLnß auf di? deutsche Presse ausgeschlossen werden. Z e i i n n * ge N, die jüdische Schriftleiter 'haben oder auch nur zum Teil in jüdischem Besitz sind, wüsten üm Kopfe als j üd i s 'ch e? enNtl ich gemÄchk werden. A?lLis§Mit?sMNs bei KrrsteLrmßrR. Die Nmwälzung in Deutschland wollte die wirkliche Gleichstellung aller deutschen Staatsbürger erringen, die Niederreißung von Zäunen, die um Stände, Kasten, Religionsbekenntnisse aufgerichtet waren. Sie hat den Antisemitismus, der die jüdischen Deutschen als Fremde und Minderwertige zu brandmarken versucht, nicht besiegen können, auch in den gebildeten Kreisen nicht. Herr Justizrat Or. P o m m e, Rechtsanwalt und Notar in Halberftadt, hat einem Gerichtsaffessor, der sich um eine Anstellung in seinem Bureau bewarb, folgendes geantwortet: Sehr geehrter Herr Gerichtsaffessor! Auf Ihre Meldung bitte ich .um gefällige nähere Angaben und Referenzen' sowie Gehaltsansprüche. Wir erlauben uns, zu bemerken, daß ein jüdischer Herr nicht in Betracht kommen würde. Die Ablehnung erfolgt also nicht, weil der GerichLsassessor nur ungenügende Referenzen besitzt, nicht weil feine Gehaltsansprüche zu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.