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Im deutschen Reich · 1919-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1919) · p. 320

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1919)
Article
[Ohne Titel] / B. S.
Date
1919-07-01
Page
320 (sequence 5)
Language
German
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920 FW d»»rsche» Reich zu errichte«, vöLrZ suf MÜ; hielt «rch irgendem-SM «nderen fern«« Larrds Ausschau. Bald sollte es die S i« a i Halbinsel, bald sollte es Uganda in Ostafrika sein. Es stellte sich nur zu bald heraus, daß diese beiden Gegenden völlig ungeeignet waren, halbwegs größere Massen von Siedlern aufzunchmen. fuhr unterdessen in seinen großen diplomatischen Aktionen unermüdlich fort. Der Papst, der König von Italien, der berüchtigte russische Judenwürger Plehwe und nmnche anders Potentsten versicherten ihm einstimmig, daß sie nichts gegen die Gründung eines Judenftaates in Palästina einzuwenderi hätten. Die Jca fuhr indessen fort, nicht einen Judenstaat, sondern jüdische Bauernsiedlungen in Palästina und noch mehr in Amerika zu gründen. Als das schlimmste Hindernis der Kolonisation erweist sich einerseits die Grundidee des Zionismus, andererseits die Methode, deren er sich bedimt Es ist daher dringend geboten, daß wir alle an der Besiedelung Palästinas Mitarbeiten, damit nicht das Schicksal des heiligen Landes darunter leide, daß wir es den Experimenten des Zionismus allein überlassen. B. S. Nrr «e»es Arrtis emirerMatt rmd fekrr HsrMsgebsZ» In München erscheint ein SportblLtt, das als HmchHpvrt hm wüstesten Nntisewitismus betreibt. Es nennt sich „M Lncherrer Beobachter und Sportblntt". „Das jüdische Echo" schreibt mit bevechtigter Ironie: „RüSMndi'§e Leute Meinen vielleicht, LM eint politische Zeitung zu leitext, rnLffe man mchr als Kferdedersrand haben. Der Herausgeber des „Beobachters" widerlegt ,solches Vorurteil." Da 'bei der urteilslosen und erregbaren Masse zurzeit der Favorit Antrsemitisrnus heiße, setze der „Beobachter" auf diesen Gaul. Der Boden ist, so fuhrt daZ in München erscheinende „Jüdische Echo" weiter aus, gut vorbereitet; seit Monaten bemühen sich Gesinnungsfreunde des „Beobachters", in reaktionären Zeitungen, in Flugblättern, deren Verfasser sich meist bescheiden verborgen halt, in Hetzreden bei den wilden Str-aßendersammlunoen der Rätezeit alle Erbitterung des hungernden, kampftnüdeu, verzweifelnden Volkes auf die Juden abzulenken; dazu hat sich im Bürgertum während der Gewaltherrschaft der Räte ein wilder Hatz gegen die Ko in m unistensüh rer angehaucht, von denen viele aus dem Judentum stammen, andere noch böswillig ihm au gedichtet werden. (Von South ei mer z. B. ist längst festgestellt, daß er nicht Jude war, sondern aus einer protestantischen VolksfchulLehrerfamilie stammte; Lut nichts. Der „Beobachter" stempelt ihn wieder Zum Juden, ebenso grAndlos wie Kl i n ge l hö fe r, wie Dr. Lipp, ja sogar den urbajuvarffchen Soldatenrat Sauber, der zu diesem Zlveck früher Sakat geheißen haben muh.) Man braucht nur diese EröitderunH noch weiter zu' schüren, ihr durch ein paar kleine Entstellungen und durch Abschreiben einiger alter Lckßmudlügen aus Rohlings sattsam bekannten Schriften neue Nahrung zuzuführen, und man hat Stoff genug, damit allwöchentlich eine Zeitung

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