Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1919)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1919-07-01
- Page
- 289 (sequence 1)
- Language
- German
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4 Erscheint gssSVfmül im Jahre. Der „Central - Verein deutscher Staatsbürger WW M jüdischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu sammeln, um sie in deEatkrästigen Wahrung ihrer staatsbürgerlicherUünÄ gesellschaftlichen Gleichstellung, sowie in der unWrrten Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken^ (§ 1 der Satzung des Vereins.) xxv. Irchrg.1J3lSI9 Ms. H8 Inhalt: Die Pogromhetze von vr.'Alfred Wiener. — Die „Germania" auf den Spuren der Pogromhetzer. — Umschau von I. Sch. — Jüdische Rundschau von B. S. — Ein neues Antisemitenblatt und sein Herausgeber. — Schutzjude oder Staatsbürger? von I. Sch. — Prozeß Wilhelm Bruhrr gegen die Frankfurter Oderzeitung. — Zur Berufsberatung von Frau Helene Meyer-Stargard. — Die Kameraden von Dipl.-Jrrgenieur Herzfeld-Berlin. — Tagung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine von K. A. — Der neue Vorstand des Centralvereins. — Vereinsuachrichlen. — Veranstaltungen. — Vermischtes. — Bücherschau. — Briefkasten. — Inserate. Me 0Ct^0lPlt Von Dr. 2UfrebS3ien e x. Eine gewaltige anLi s e m i tisch e Stur m f l n t ist über uns hereingebrochen, eine Sturmflut, die nicht den physikalischen Gesetzen entsprechend entstanden ist, sondern die u n b e - grenzte Geldmittel und damit arbeitende, geschickt geleitete Organisationen erregt und gefördert haben und weiter auszudehnen eifrigst bemüht sind. Man verbreitet so gern das Märchen von den ungeheuren jüdischen Reichtümern. Niemals aber sind von jüdischer Seite auch nur annähernd die Mittel aufgebracht worden, welche jetzt von den Antisemiten mit lockerer Hand für ihre dunklen Machenschaften ausgestreut werden. Dunkle MaHenschaste n! Zwar weisen unsere „anständigen Antisemiten" -es weit von sich, die Judenfrage mit Flinte und Knüppel zu lösen, aber was bedeuten diese den „Helden der Tat" gegenüber, die auf Flugblättern, mehr oder minder deutlich, und ganz ungescheut in zahlreichen Geheirnversammlungen, die Polen und Rumänen um ihre Judenpogrome beneiden und im lieben Vaterlande systematisch darauf hinarbeiten, es ihnen gleichzutun. Deshalb ist die antisemitische Hetze unserer Tage als Pogromhetze anzusprechen.