Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1919)
- Article
- Gründung einer Studentinnenverbindung mit K. C.-Tendenz in Berlin
- Date
- 1919-05-01
- Page
- 233 (sequence 1)
- Language
- German
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Vermischtes 283 - , GÄrchIMZ eiE GiULeuLirmerrv^ZiAdLMg mit K. C.-TeuöenZ irr BerLbr. B^arrntlich vertreten die im Kartell - Convent (K. C ) vereinigten 'St'üdentenverbiirLuzrgen die Bestrebungen des Ceutralvereins im {tiibcii* tischen Leben; ja, hie erste jüdische Studeu tenverbindung^ die 1886 in .Breslau gegründete „Vradrina", bildet sogar als Vorläuferin des Central - Vereins den Ausgangspunkt der Organimtion d^r deutschen Juden im. Kampfe für ihre.politischen Rechte. Da nunmehr auch die Frauen wie im allgemeinen, so auch t)m besonderen studenLifcherr Leben eine bedeutendere Rolle-Welen,'nachdem' sich antisemi-ti^che und zionistische Studentümrenvereine -aufgetarr Haben, erwies sich die Gründung einer Studentinnenverbindüng auf dem Boden des Eentralvereius als unbedinIte Notwendigkeit. Deshalb schloffen sich am 24. November 1918 eine Anzahl jüdischer Studentinneu zusammen und gründeten.im Einvernehmen mit-den Berliner K. C.e-rn die Stubentinnenverbindung mit K- C.-Tendenz' „Hevellia". Die „Hevellia" arbeitet mit den hiesigen K.. C.-Berbinduugen „Sprevia" und -„.Silesia" in der Weise zusammen, daß gemeinschaftliche wissenschaftliche Veranstaltungen ab geh alten werden. Insbesondere haben sich alle die Korporationen dem neu gegründeten jüdischen Sportverein „D ieKame - r a b e nu zur Verfügung gestellt, um dem unheilvollen Einfluß des .Mau- Weiß" in der jüdischen "Jugendbewegung entgegenzuttetem Zur Einführung der Mitglieder der „Hevellia" in die K. C. und Cewtralvereinstendenz wurden vor den Konventen regelmäßig kleine Referate gehalten. Weitere Borträge sind in Aussicht genommen, insbesondere über die Themen: Die Juden und das Wirtschaftsleben, Ghetto und Ghettospuren (Assimilation), Geschichte der Emanzipation,, Entwicklung des modernen Antisemitismus, Entstehung des K. C. und Central Vereins, Die jüdischen Organisationen und Entwicklung des Monismus. — Da die „Hevellia" bereits 22 Mitglieder zählt, so ist zu hoffen, daß sie sich weiterhin erfolgreich entwickeln und mit dem CenLralvereiu und K. C. gedeihlich zusammenaröeiten wird! Stad. meci. Ilse Goldschmidt. VerurischLes. - ' Geg-n hie Wihherr KriLgsärzte sind in tendenziöser Weise, unverantw örtliche Vorwürfe erhoben worden, gegen die sich der „Bund der durch den Krieg geschädigten Aerzte" in einer Resolution wendet. Die Resolution, die in einer Mitgliederversammlung angenommen und dem Vorstände der Aerztekammer zur Kenntnis und weiteren Veranlassung überreicht worden-ist, hat folgenden Wortlaut: „Der Bund der durch den Krieg geschädigten Aerzte, dessen zahlreiche Mitglieder' durch ihr enges ZusammenarbeitLn ruit den jüdischen Kriegsärzten in erster Linie in der Lage wären, sich ein Urteil über deren Tätigkeit zu bilden, weist die von parteilicher Seite 'gegen dieselben erhobenen Vorwürfe und Anschuldigungen als unwahr Zurück. Es war denselben unter anderem Vaterlandsv errat und Bevorzugung jüdischer Soldaten bei der Auswahl der Hierzuöleibenden vorgeworsen worden» Das -Lob/ das dem deutschen Militärärzten von berufenen Stellen häufig gespendet wurde, betrifft jüdische und christliche Aerzte in gleicher Weise» Der Bund der durch den Krieg geschädigten Aerzte. der vor allem die ideellen 'Interessen seiner Mitglieder zu vertreten hat, Bittet die Aerztekammer als die gesetzliche Vertreterin der Standesinteressen der Groß- Berliner Aerzteschast, diese Kundgebung in geeigneter Weise bekmrntmachen zu' wollen." ' V§M- BllgemeinLK deutschen Sprachverein. Folgender Briefe Wechsel-dürfte allgemeineres Interesse beanspruchen. Der Centralverein-deutscher Staatsbürger Wischen Glaubens hat an den Bor-