Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1919)
- Article
- Romain Rolland über den wahren Zionismus
- Date
- 1919-05-01
- Page
- 224 (sequence 2)
- Language
- German
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224 Im deutschem Reich wenn „das Volt Gortes" sich m l i seinem Gott 'in - -e-rrrLM kleinen B a L e r l a n b e e i u f i> e r t e n wollte, mit', all den kleinlichen Leidenschaften seiner Ameisenhaufen. Es' gilt, sich' seiner ethischen, tiefen, ewigen Persönlichkeit bewußt zu - werden, - seiner Missionin der menschlichen Brudergemeinschaft. Die Gemeinschaft der Völker, die ich für die Zukunft erträume, gehtnicht darauf aus, die individuellen Charaktere in der Gemeinschaft zu. Silben und zu verwischen, sondern will sie nur nett undsauber herausarbeiten, daßsie schöne Instrumente werden, die zu einer gemeinsamen Symphonie Zusammenspielench ä- ^Arrs fZlbftLscherr, vSMsche», KEdsttmige« Jrn Marzheft der Eugen Diederichsscheu Zeitschrift „D i-e-'T.Lt^ finden wir eine „Zeitbetrachtung" von Paul Eberhardt über die Behandlung, die Walther Rathen au m der deutschen Presse'erfährt. Ebechardt halt es für nötig, „gegenüber flacher: LobhUdeteien und verrannten Angriffen der'Gerechtigkeit aufzühelfen".- Es gehe nichtum die .Person des Herrn Walther RaLhenau,' 'sondern um die Sache. Und diese Sache veranlaßt auch.uns,-.einige der Eber- Kardtschen Ausführurrgen hier abzudruckeur ' - „Es. Zeigt sich Hat, daß der heutige deutsche Geist, der sich keck'vermaß', die Welt zu erobern, aus dem Niveau eines Kaffee kl at-sch es steht, daß er . . . emo verdammte Aehulichkeit mit der TurndereiuZgesinnung hat, wie sie in Burtes .Miltfeber" geschildert wird. Diesem rief B-eklagenswerlen. gegenüber, das uns die Schmach brachte, unter der wir stöhnen, kann im ganzen wieckn diesmn Eimzelfalle nur mit Erfolg begegnet werden, wenn man Zu ungewöhrrlrcheu Mitteln greift und mit freiem Geist die' Tu-sck'eleien an das "Licht Zieht, die überall beimki'ck' um* herschleichen. ' , - .- Also zunächst: er-' (Rathena-u) ist I ude. Es-kam: mir, derich-meinen Lefsing liebe, nicht einen Augenöliä daraus ankommen, eine „Ehrenrettung^ zu "versuchen; denn ich sehe nirgendwo, daß durch solches Unterlasten irgend etwas 'in Gefahr wäre/ Es wäre also eigentlich gar nichts über diesen Punkt zu fagen, wenn nicht heute das Bewußtsein eigener Schande uns nach Sünde-nö ö ckerr suchet: Ließe. Es ist mindestens merkwürdig, wie der. Mensch auch innerhalb eines weltgeschichtlichen Geschehens und äußerster Not immer noch die Zeit findet für denkleinen, niedrigen Haß. - So wurde in einer Unzahl von - Besprechungen - und"' nochmehr-im- Gespräch eine d r ck e M au-.e r der V o rein g e n o m. m ett heit gegen die vorurteilslose Lektüre der Schriften ^Räthenaus dadurch errichtet/ daß, offen Er versteckt, daraus hingewiesen wurde, daß. ihr Verfasser-ein Jude-sei. .Und dies fast immer mit Erfolg. Wahrend man rm weitesten Auslande sie'immer ernsthafter wertet, sehe ich uirMnds,/dalß sie in Deutschland einen ihrem Werte nach bestimmenden Einfluß gewinnen. Es handelt, sich hier wiederum nicht um Rathenau, .sondern dies Verhalwn fängt an. bei uns typisch zu.-werden. Und das ist das Volk, dessen Kennzeichen es sein soll, eine Sache um ihrer selbst willen Zu lieben! Das ist das Volk, als Dessen Bestes es immer galt, daß es dem Massengeist gegenüber ddn Me vt der P e r s ö n! ich k e i t-errichte',' ein -tiefinnerer Dräng, der M'm-Begistn -unserer Geschichte die Bewunderung-Zeines .Mechanismus' wie "des -äüen' Rom erregte, und der später die Helderrtatdes ProteMntismus-versucht/