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Im deutschen Reich · 1919-05-01 · Heft 5 (Mai 1919) · p. 196

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 5 (Mai 1919)
Article
Jüdische Forerungen für die Friedenskonferenz
Date
1919-05-01
Page
196 (sequence 2)
Language
German
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196 Im deutschen Reich dortigen Juden fordert/unter Wahrung des Rechtes der Minderheit; Berücksichtigung des Sabbats in der Gesetzgebung.. 4. Festsetzung solcher Politischen, administrativen und ökonomischen Bedingungen für Palästina, daß seine Entwicklung zu einem von der gesamten Judenheit getragenen autonomen Gemeinwesen (oornrnon weälth) gesichert wird. 5. Entschädigung von Pogromopsern durch den betresfenden Staat. 6. Einsetzung eines i n t e r n a t i o n a l e n A u s s ch u s s e s, mit der Ausgabe, darüber zu wachen, daß die Grundsätze und Beschlüsse der Friedenskonferenz hinsichtlich der Juden durchgesührt werden. lieber diese Vorschläge, die durchweg aus dem Boden unseres Vereinsprogramms stehen, hat ein Meinungsaustausch stattgefunden, an welchem sich außer dem Vorsitzenden und den Kommissionsmitgliedern auch die Regierungsvertreter und Herr Eduard Bernstein beteiligt haben. In dem Vordergrund der Debatte stand Punkt 2, insbesondere die Einwanderungsverbote und Grenzsperren, die ein Regierungsvertreter durch die Rücksicht auf Volkshygiene zu rechtfertigen versuchte. Seine Ausführungen fanden mehrfachen Widerspruch. In Punkt 3 ist bealhtkich, daß es sich nur um die neugebildeten Staaten (Polenusw.) handelt, in Punkt 4, daß der Ausdruck „nationale Heimstätte" vermieden ist. Durch die Worte „zu einem von der gesamten Judenheit getragenen" soll verhütet werden, daß irgendeine Kategorie der Judenheit dort ausgeschlossen wird. Punkt 6 erschien mit Rücksicht aus die Erfahrungen in Rumänien wichtig. Me Juden, die Antisemiten und die Regierung. Von G e o r g D a v i d f o h n, Mitglied der Nationalversammlung. I. F. Lehmanns Verlag in München diente im ganzen Verlauf des Krieges jeder Feder, die sich mühte, das feindliche Ausland zu verunglimpfen oder den „Nachweis" zu führen, daß die Deutschen den halben Erdball erobern müssen und — können! Neben ehrlich-bornierten Männern, wie Geheimrat von Gruber und seinesgleichen, durfte der Engländer-Renegat H. St. Chamberlain — „der große Germane", wie er firmiert — durch Herausgabe einer Reihe von Lehmann-Schriften jedem Menschen mit Ehr- und Schamgefühl das Blut in die Wangen treiben. Genau wie jetzt wieder, da im gleichen Verlag Schriften erscheinen, die (der Staatsanwalt hat keine Schrecken mehr) WiIhelm II. „psychiatrisch" behandeln oder ihm Eselssußtritte versetzen laßen. .

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