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Im deutschen Reich · 1919-04-01 · Heft 4 (April 1919) · p. 186

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
25 (1919)
Issue
Heft 4 (April 1919)
Article
Die Kameraden
Date
1919-04-01
Page
186 (sequence 2)
Language
German
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186 Im deutschen Reich Eine Arbeitsgemeinschaft jüdischer Jugendorganisationen von Groß- Berlin auf Kürionar-deutscher Grundlage wurde am 26. März von dem jüdisch-liberalen Jugsndverein,Berlin, der K.-G.-Verbindung „Sprevia",der im K.-C. renoneierenden Verbindung „Silesia", dem Jüdischen Sportverein „Kameraden" und dem Jüdischen Turnverein 1905 gegründet. Zu diesen Beratungen war der CenLralverein eingeladen und durch zwei Vorstandsmitglieder vertreten. Die Arbeitsgemeinschaft bezweckt eine Vereinigung solcher Jugendorganisationen, deren Mitglieder sich als unlösbare Bestandteile des deutschen Volkes fühlen und auf dem Boden deutscher Kultur die Treue zur jüdischen Religionsgemeinschaft pflegen. Insbesondere ist es Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft, die berufenen Organisationen im Kampfe für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der jüdischen Deutschen zu unterstützen. Außerhalb dieser Tendenz liegende Bestrebungen der einzelnen Organisationen bleiben davon unberührt. Die einzelnen Verbände wählen;e zwei Delegierte, die mindestens einmal monatlich zu einer Besprechung zusammentreten und alljährlich einen Arbeitsausschuß von drei Personen wählen, der die laufenden Geschäfte erledigt. Der Centralverein wurde gebeten, zur DelegierLenversammlung zwei ständige Vertreter zu entsenden. Es wird angestrebt, ArbeiLsgeweinschaften gleicher Tendenz überall dort zu gründen, wo auf national-deutscher Grundlage stehende jüdische Jugendvereme vorhanden sind, und zu einem Bunde über ganz Deutschland zusammenzufassen. Auskunft erteilt stuck, iechn. Bruno Woyda, Berlin NO., Prenzlauer Allee 6. Verein zur Förderung öer Bodenkultur. Im September-Heft s. I. haben wir einen Aufruf des Vereins zur Förderung der Bodenkultur.unter den Juden Deutschlands veröffentlicht, der von der Hauptstelle der Berufsberatung der Juden, vom Bodenkulturverein E. V. und dem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens unterzeichnet war. Wie uns mitgeteilt wird, find auf Grund dieses Aufrufes Beteiligungen in erfreulicher Höhe rmgemeldet worden. Ihre Zahl wäre noch größer gewesen, wenn nicht zur Zeichnung der Beitrag von 500 M. als niedrigste Summe angegeben worden wäre. Um mehrfach geäußerten Wünschen entgegenzukommen, hat der Siedlungsausschuß beschlossen, den niedrigsten verzinslichen Beitrag auf 100 M. herab zu setzen. Eine wesentliche Verbreiterung der Beteiligten und Beteiligungen ist schon deshalb nötig, weil die Aufgaben des.Ausschusses jetzt sehr gewachsen sind. Neben einer Lehrlingsausbildung in Weißensee, auch für weibliche Lehrlinge, wird eine Gärtnerkolonie auf einem Gute errichtet, ferner sind in unmittelbarer Nähe von Berlin zwei größere Gelände vorgesehen, die voraussichtlich alsbald in Benutzung genommen werden. Freunde dieser für die Rückkehr der Juden zur Natur und für die wirtschaftliche Zukunft wichtigen Angelegenheit werden gebeten, hierfür allenthalben tätig zu fein, da auch vor den Toren anderer Städte solche Siedlungen begründet werden sollen. Insbesondere mögen, nach einer dankenswerten Anregung, auch die Chewras einer neuen Aufgabe für die Gesundung der Lebenden durch Werbung von Beteiligungen und Ermittlung von Ansiedlern und Lehrlingen sich widmen. 'Auch der die Sache leitende Bodenkulturverein hat seine segensreiche, langjährige^ Aufgabe der Ausbildung von Lehrlingen nach der Richtung der Gründung von Siedlungen erweitert. Än diesen (Eharlottenburg, Dernburgstraße 46) sind Anfragen und Zeichnungen zu richten,

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