Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1919)
- Article
- Die Nervosität bei den Juden [Rezension]
- Date
- 1919-02-01
- Page
- 96 (sequence 2)
- Language
- German
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66 Im deutschen Reich und legt hierbei besonderes Gewicht auf äußere Momente, wie Beruf, die Lebensbedingungen, unter denen sie gezwungen sind, zu leben, die Erniedrigung, die der Jude als Mensch gesellschaftlich erleidet, das Gefühl der Minderwertigkeit. Dagegen lehnt er die Inzucht, die Verwandten- Ehen als prädisponierendes Moment ab. —1. Briefkasten. K. P. in München. Der Artikel des Herrn Walter Li ek im Januarheft von „Deutschlands Erneuerung" ist uns bekannt, wir haben ihn auch in der „Umschau" dieses Heftes erwähnt. Der Verfasser ist ein Spezialfachmann für Judenriecherei. Da der ausgedehnte Artikel als Sonderdruck vertrieben wird, dürfte es Sie und andere interessieren, was die „Republik" in Rüstringen (4. Januar 1919) über den Artikel schreibt: „Man sollte annehmen, daß er sich um den Nachweis bemühte, daß Tirpitz und Ludendorff Juden gewesen seien. Aber der Zusammenbruch ist ihm bei seiner verdrehten Denkart Schuld der neuen Männer, die jetzt nach dem Konkurs des Militarismus die Regierung führen. Und das sind nach Liek lauter Juden. Auch David, Herne, Südekum, Ebert, Ledebour, Adolf Hoffmann, Lipinski und Geyer sind, wie der Dr. Walter Liek ganz genau weiß;, irgendwie jüdischer Rasse. Selbst in den konservativen und ultramontanen Zeitungsredaktionen findet man nach Liek überwiegend semitische Typen. Die Diagnose aus Verfolgungswahnsinn ist damit von selbst gegeben." A. P., BtzrLid, G. N., Neukölln, Br* P., Bad Homburg u. a. Das Flugblatt „Des Fluches Erneuerung", das unter sreimaurerischer Flagge segelt, stammt nach unserer Ueberzeugung aus den Kreisen derer um Wilhelm Marten. Wir halten es für ganz ausgeschlossen, daß dieses „Gedicht" wirklich aus frei maurerischen Kreisen herrührt. Prof. Br. V. L., Berlin. In der Studie von Prof, von der Heydt über den Physiologen Nathan Z u n z , über die wir im Dezemberheft einen kurzen Bericht gegeben haben, ist allerdings Nathan Zunz irrtümlich als Sohn von Leopold Zunz angegeben worden. Auch ist Nathan Zunz schon seit mehreren Jahren getauft. Mehreren Einsendern! Mit Rücksicht auf die Zeitverhältnisse können wir nicht mehr über einzelne Heldentaten jüdischer Krieger berichten. Wir behalten uns'jedoch vor, später in zusammenhängender Weise darauf zurückzukommen. Schluß der Redaktion 3. Februar 1919. Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Jakob Schere!, Berlin - Steglitz. Alleinige Anzeigenannahme: „Kaufmännisch - literarische Verlagsgefellschast m. b. H., Berlin NW. 23." Verantwortlich für die Anzeigen: Georg Israel, Berlin NW. 23, Lessin gstr. 40. Rotationsdruck: MöllerLBorel G.m.b.H., Berlin SW. 68, p Auskunftei Alfred Berger [j gegründet 1901 | BERLIN W.57, Potsdamer Strasse 64. 1 PriBBtaasKfliifte ° Ermltt!an$en leder Art sJ