Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1919)
- Article
- Ein antisemitischer Drückeberger
- Date
- 1919-02-01
- Page
- 81 (sequence 2)
- Language
- German
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Zur Abwehr der Judenhetze LI den er soeben aus dem Wasserglas verschwirrderr ließ, wieder ms Glas hinempraktiziert. den ^-chrewstuderr und in der trappe zu finden waretp während ihre christlichen Brüder draußen bluteten. Die Versicherung des Herrn Hall-Halsen, er fei kein Antisemit, wird dadurch grell genug beleuchtet. Er bchauprete lernet; er spreche nur als Mensch. Nun, noch greller wird der Mensch Hall-Halfen beleuchtet durch die Tatsache, daß dieser Herr, der jüdischen Deutschen öffentlich Drückebergerei vorwirst von der 2. Komp, des Arrniernugs-Ersatz-Bataillons des 3. Armeekorps steckbrieflich gesucht worden ist, weil er zunächst auf Grund ärztlicher Zeugnisse und später durch spurloses Verschwinden bet Einziehung zu entgehen verstanden hat. Die Akten find durch das Berliner BezirNommcmds und das Bezirksiornmando Köln gegangen. Dieser Tatbestand wurde dem Redner, als er von der jüdischen Drückebergerei sprach, an§ der Versammlung zugerufen. Herr Hall-Halfen zog es vor, als Mensch und als Antisemit, darauf zu schweigen. Zrrr VSWetzr der ZNderchetze. Der „Volksstimme" in Frankfurt a. Main (Nr. 288) hat Herr Otto L -e h ui a n u - Rußb 5 ldt eine längere Zuschrift gesandt, bie wir, obgleich wir ihr nicht in allen Teilen zustimmen können, als Bekenntnis eines Ariers wörtlich aödruckcn. Sk* lautet: „ML zwei Kameraden gab ich ein I a -"an heraus, das sich gegen bk zahlreichen, zumeist anonymen I denn natt-er richtete, die seit einigen Wochen verteilt werden. Wir s'tten -- wven Flugblättern autzeinLMLdLr, dckst alle die Offiziere. Dste vicua und konservativen Politiker, die mrsere WirLschasts- und öröz -rDttck? bestimmt hcööen, keine den seien mtb tokfen .anbcrerfew o-'reu' hin, daß naben anderen auch jiddische Sozialisten am heftigsten bre Krieg bekämpft und für bessere Behandlung und Verpflegung der Soldaten einueirettn festen. Das Flug-blcktt trug uns zahirelchc Zuich'nfttn ein. Aus 11 anonyme kommt eine offene! Ist das schon äin Gänzen des Zeugnis für den deutschen Hel-denlnut, so muß ich mich <i(§ B.-uttwrr für meinen Volksstämm darüber tief schämen, daß nur eine e:nz'.gr Zuschrift -den VoNvurs nicht erhebt, wir wären von den Inden bestochen. Irr den Zn sch rasten kehren gewisse Gsbankengünge wieder: Di« Schreiber seien keine IudenserNde, sie seien sogar So zöa Homo traten; aber die Juden drängten sich doch zu sehr vor: sie besäßen 70 Prozent des NLtisnLldSrmögens, oöKsich sie nur 1 Prozent der Bevölkerung ausrnachlen. — Ich halte es für geboten, öffentlich den anonymen angeblichen Sozial d e m o? rate n zor atitiootien, da es sehr öifek" Personen Mk, bis ebenso denken werden, -aber nicht schreiben. Ich habe das Flugblatt nicht im Jitteresse der Juden unterzestchnet, sondern um der unmerllichen BorüerLituna der Gezgenrevolütion vllrzuöeugen. Von einer bewußten Gegenrevolutio;! der Masse der Soldaten — irrtb auf diese kommt es allein der jeder Revolution an — kcttm vorläufig felbstverstärrd'llch keine Rede sem; beim -der Militarismus hat jaden SvLdaten für immer öekchrt. Mochte aber die konservative, alldeutsche Auslandspolitik noch so tölpelhaft gewesen fein, m demagogischen Kniffen ist fie immer meisterhaft gewesen: Ein Meisterstück war die EntfessMna