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Im deutschen Reich · 1918-12-01 · Heft 12 (Dezember 1918) · p. 477

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 12 (Dezember 1918)
Article
Anton Choloniewski [Rezension]
Date
1918-12-01
Page
477 (sequence 2)
Language
German
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Bücke rschas 477 Juden gesprochen: „Ein prinzipielles Merkmal der polnischen Staatlichkeit war also die verfassungsmäßige Toleranz aller Erscheinungsformen der historischen Besonderheit in kulturelle: oder auch gar ethnographischer und sprachlicher Beziehung." Wir wollen nicht untersuchen, oö dies für bk Vergangen her! zurrifsr, über möge Ls für die Zukunft gellten. Siehe Umschau. Dt. E. Z. Weferr mb Ziels der Trbeftsgsmsstftstaft her jüdlschsu JugLnd-ssr-eiRS HsWburgs. Vortrag. aedalren von Gr. Ernst Tuch auf der Cbanukkahfein der Aröerrsgemeiuschüst der jüdiswon ZuqendvereinL Hamburgs am 16. DezemöLT 1917. Druck von Dsnüchander u. Lo. Nsg., .Hamburg. 8 S. Nachdem in her V. I. €, D. äse Einigung bet großen jüdischen Organisationen Deutschlands zustande gekommen ist, hat man euch den Versuch gemacht, die jüdische?: I u g e n d v e r ö -Z n d e zu einerri gernemsüw arbeitenden Gebilde zuswmmenzuicbnxlltzon. Vielleicht har man dabei übersehen, daß beides sich nich: oerglerchen laßt. Be? den oUgf msitten Organijünonen lou-meo im wesentlichen nur politische Prodleme in Frage, wohingegen es sich bei der Jugend um innere Ausgaben handelt, um die Erziehung und Beeiistlnllang junger Men schon, um das Modeln ihrer Lebensanichauung und um ihre Grellungnahms zu der Zukunst ihrer jüdischen Gsmetwckast. Daß hier eine Einigung nicht so leichr erzielt werde?: kann, ist! ae, da der Jugend noch hie Fähigkeit abgehl, das rein Praktische und Pol tckcho n^n den WeU-anschauungssragen zu trennen. Vielleicht wäre :r e.ml. gewesen, in jensr fast berühmt gewordenen „Einigungskanteum:-/' »ine Verständigung zu erreichen, wenn nicht das schroff? und provaz-erend? Äustrererr des Vertreters der Zionistischen Organisation jeden Versuch unmöglich gomach? hätte. Mar war es aber einem jeden, daß eine solche Einigung zunächst einmal nur eine Willsnssußerung fein konnte, ein tastendes Suchen nach einem Wege zu einem inneren Zusammenfchiuß. Ob nun ein solches innerlickEs Zueinanderstreben von oben her durch äußerliches ZusammeirarLeiten der verschiedenen Jugendv^rdände erreicht werden kann, soll dahingestellt bleiben. " Viel bester erscheint der Weg. den man in H am ö u r g eingejchlagen dal. indem man zurrst aus l o l c l e r Grundlage alle jüdischen Jugendverewigun-Zen zu ge?neinlümsr Arben vereiniqr hat. Einigkeit setzt persönliches Verstehe:? voraus oud gerate ~:f "hem Boden enger VerhLltniffe, wo die Menschen au'emand : '*• sind und sich tagtäglich öerühreR, wird am bann, ier : w: einer Einheit Gelegt werden könn?n, die nur gegeni ck'ww V»"»^än'^:s beruh; uns her der der Wille zur Tat Vondem Bfnnßftmn a.e- NotLendigkeir beflügelt wird. Hamburgs Beispiel lei Lruerr.. d-ümm") zur Nachahmung empsohlLN. Jnckeresiaur ist nicht nur das Ergebnis an sich, sondern auch das Gebiet, au? welches sich die Arbeit erstreckt. Sie setzt nach den dorvsrtreffLLcheu Worten des Bc-rtrages zweierlei voraus, nämlich jüdisches Wollen und Jugendlichkeit. Sie wendet sich also an dik charskteri krischen Eigenschaften einer von den Lösen Tageskämpfen noch nicht berührten Jugend und stellt sich damit aus den Boden eines optimistischen Idealismus, Nls .gemeinsüML Bufqaöen werden der Kampf gegen die G l e i ch g ü I t l g l g i t, 'Der Kampf gegen den „M ammon i s m u §" und der gegen den A niisem.it i s rn u s genannt» Darüber hinaus sucht die Arbeitsgemeinschaft natürlich auch praktische Zwistigkeiten zwilchen den verschiedenen Ni ch umgen aus der Welt zu schäften und vornehme KvmpfeZsormen für den unvermeidlichen Kamps Zer Meinungen, der auch gar nicht unterdrück: werden soll, zu erzwingen. Das H?rwdurg5r Beispiel hrrt schon anderwärrs irr engeu- Rahmen Nachfolge qt-iiivy.a. E§ ist $» hsften, Hatz dies noch weit aügerneiner

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