Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1918)
- Article
- Niederlassungsmöglichkeiten für Kriegsteilnehmer
- Date
- 1918-12-01
- Page
- 469 (sequence 2)
- Language
- German
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Be yi isftus 'l?i1 chr?rr 4m sLtöbqfe? Gem-inden, an bk $*?tri?»<r?,£wunR*r nnd Ortsgrnpp§rr usw. S-es Lentralvereins Leursche^ StaarSdürg^r jüdischen GUuröens zur Versendung gekrngt. Möglichst «ahtreicke Au Meldungen von Bakanzen sind besonders auch deshalb enrümchst wett durch dk pslirischen Berhältnifse vsr-snssi ehrlich viele von den nr Bemicki tt-M mend^n Glaubensgenossen, dk in bern der kindlichen Besetzung Lusgesetzten Gebiet in Ost und W<-st Ihre Existenz nehmt;-*n haben, genötigt fein werden, sich einen neuen Wohnsitz und Erwerb zu suchen. Gei den Anmeldungen wird gleichzettig auch nur Mitteilung gebeten, ob und in welcher Weist ein ia Betracht lommznhez Bewerber aus Unterstützung cm Orte rechnen kann. MemMEn K? der LLAL-Mirlstzaft. Erfrxulrckerweise chwn üH bei der jüdischen- Jugend, besonders aber auch bei den lkrkgsttil lebmevn, die sich au körperliche Arbeit im Freien gewöhnt haben, jetzt r-kln-ch der Wunsch, sich nach landwirrschaftlicher TntiakeiL umzuseyen. Trotz aller Bemühungen stehen der HcurptsteLe für Berufsberatung öisl^r nur thvt ganz geringe Zahl von Eleven sreüen zur Verfügung. Sie Hilten dringend, uns unter gleichzeitiger Mitteilung der näheren Aufn3hmebed ingungen Weitere Stellen namhaft zu machen, bei denen jüdische hing? Leute, insbesondere auch Kriegsteilnehmer, im Alter van Li) bis 30 Jahren Gelegenheit zur landwirtschaftlichen Ausbildung finden Umuii, mit zwar gleichviel ob bei christlichen oder jüdischen Landwirten. VeLeß»srmchk!chL«m. Dis Ortsffrnpp§ UZtrlnMn Lentralderems deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens hat kürzlich eine gut besuchte Berlammlung aögehalterr, in der Rabbiner Dr. GehrrnH, der in dankenswerter Weise in letzter Stunde, für den an Krankheit verhinderten üusDärriger, Redner einsprang, einen Vortrag über das Thema „25 Fahre C-emralverein" hielt. Wie uns öerichrer wird, fand der Lortrag, der das Thema erschöpfend bchanbelte, großen Beifall. Die OrtsFrCPye GZrlitz har kürzlich eisten schmerzlichen Verlust erlitten. Ihr erster Vorsitzender. Rabbiner Dr. Emil Berger, ist im Alter VON 31 Führen gestorben. Der Entschlafene hat zwar nur kurze Zeit in Görlitz wirten könrren, trotzdem har er eine segensreiche Arbeit im Interesse des Eentrülvereins entwickelt. Daß er sich in weitLsten Kreisen Nnerkerrnrr-ng und Sympathien erworben hat, davon zeugte die zcchlreiche Beteiligung an der Beerdigung. Die Jüdische Gemeinde war zum Trauergottesdierrst im Tempel fast vollzählig: auch die Spitzen der Behörden, die Direktoren der höheren Lehranstalten erwiesen dem Entschlafenen die letzte Ehre. Die Gedächtnisrede hielt Rabbiner Dr. Hochseld aus BerLy. Als Abgesandter des deutschen Raübinerverbandes gab Dr. Kantsrowsky aus Breslau der Trauer um den Anttsbruder und Freund innigen Ausdruck. Der Entschlafene wurde aus btm Friedhof in einem Ehren grabe beigesetzt. Zwei Wochen» später rist der Tod in unsere GZrlitzer Ortsgruppe abermals eine schmerzliche Lüäs. Fritz H a n ne s , immerwährendes Mitglied des Centralversins, ist im Aller von 34 Jahren gestorben.