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Im deutschen Reich · 1918-10-01 · Heft 10 (Oktober 1918) · p. 412

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 10 (Oktober 1918)
Article
Das jüdische Element in der amerikanischen Armee
Date
1918-10-01
Page
412 (sequence 1)
Language
German
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41Z Im deutschen Reich Das jüdische EleMenL ln btt KmerikanischLn Armee. Irr der Krisgs- LUsgaöe der „Rheinisch-Westfälischen Zeitung" für den westlichen Kriegsschauplatz (Nr. 982) findet sich folgendes Amsterdamer Telegramm: „Der „New Hort tzerald" meldet aus London: Mehr als o Prozent der amerikanischen StreiLkräste setzen sich aus Juden zusammen. In siner einzigen Division gibt es 8000 davon, in einer anderen 5000. Ein Regiment der New Aorker Garde zählt nicht weniger als 40 Pro-, zertt Juden." Die immer wieder gelegentlich auftauchende Behauptung von der D i e n st u n L a u g l i ch k e i t der Juden scheint für Amerika ebenfalls nicht beweisbar zu sein. Sin verärgerter Wrrlsr« Nicht nur der Krieg und die Teuerung werden auf das Konto derJuden geschrieben, seit Jahren schon werden sie auch für alle Erscheinungen in der Kunst verantwortlich gemacht, die irgendwelchen deutschen Herren nicht gefallen. Das gilt vom LheuLerbeLrieb und von der Dramatik ebenso wie vom Roman, der Lyrik und der Malerei. Noch weiter ist Herr Prof. E. Stoppes gegangen. Er schiebt den Juden sogar die Schuld daran zu, daß auf einer Wormser Kunstausstellung" Leines seiner Bilder verkauft wurde. Daraus hat Herr Justizrat Dr. M. Strauß, Worms folgenden offenen Brief an den Professor in der „Wormser Zeitung" veröffentlicht, der weiteren Kreisen bekannt Zu werden verdient. Er lautet: Geehrter Herr Professor! Sie haben in der vom Wormser Bund zur Pflege der Kunst veranstalteten Ausstellung „Die schöne deutsche Heimat" eine Anzahl Bilder ausgestellt und finden es, wie Sie mir schreiben, „unerklärlich", daß von Ihren Bildern keins verkauft worden ist. ^Hierfür giebt es für Sie nur eine Erklärung. Sie schreiben: „Ich kann es mir nur durch die S e m i 11 f ü e r u in g unserer ganzen, besonders staatlichen K u n st p s l e g e erklären!" Da haben wir's: „Der Jude wird verbrannt". Im allgemeinen gibt es wohl zwei Gründe für den Nichterwerb eines Kunstwerkes, einmal die Ablehnung des Werkes als solchen und dann der hohe Preis. Bei Ihnen nun find diese beiden Gründe gegeben. Sowohl die Kritik wie das Publikum haben Ihre Bilder — nach meiner Ansicht zu Unrecht — übgelehnt. Außerdem zeichneten sich Ihre Bilder durch außergewöhnlich hohe Preise aus. Es liegt also nahe, schon in einer dieser beiden Tatsachen einen genügenden Grund für den Nichlankauf eines Ihrer Bilder zu finden. Aber nein, bie bösen Juden, deren Vorfahren schon die Brunnen vergiftet haben, find schuld daran. Was nun die SemiLisierung der Kunstpslege anllmgt (da haben Sie übrigens ein häßliches Wort erfunden; warum bedienen Sie sich nicht des deutschen Wortes „V e r j u dun g", das Ihnen wohl aus dem „Hammer" oder der „Deutschen Tageszeitung" bekannt ist, und warum gebraucht ein so deutscher Mann überhaupt Fremdwörter, statt, wie der semitische Schreiber dieses Briefes fremdwörterreines Deutsch zu schreiben?), was also die Semitisierung der Kunstpslege betrifft, so sind Sie sicherlich in der Lage, Ihre Behauptungen auch Zu beweisen. Ich habe immer nur im Gegenteil feststellen können, daß unsere stakt h i ch e K u n st-p f i e g e ganz j uh ent ein ist, ha% die Leiter aller großen Galerien, Museen, kunstgeschichtlichen Institute, daß die Professoren -der Kunstgeschichte an

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