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Im deutschen Reich · 1918-10-01 · Heft 10 (Oktober 1918) · p. 404

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 10 (Oktober 1918)
Article
Ausschuß für Kriegsstatistik
Date
1918-10-01
Page
404 (sequence 2)
Language
German
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404 Im deutschen Reich FeldzugZLeilnehmer in Deutschland Zu ermitteln. Es liegt in der Natur einer solchen auf freiwilliger Mitarbeit beruhenden Erhebung, daß das Ergebnis der getroffenen Feststellungen vorderhand noch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit machen kann, und der Ausschuß für Kriegsstatistik ist daher bemüht, durch eine Reihe von ergänzenden Maßnahmen die vorhandenen Lücken auszusüllen. Wir richten an unsere Leser die dringende Bitte, Angaben über jüdische Kriegsteilnehmer direkt an den Ausschuß für Kriegsstatistik, W. 35, Steglitzer Straße 9 II, Berlin gelangen zu lassen. Eine Doppelzählung wird dadurch vermieden, daß im Bureau des Ausschusses für Kriegsstatistik eine Kartothek geführt wird, in welcher jeder einzelne Kriegsteilnehmer verzeichnet ist. Die ZentraLwohlsahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin, bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: „Der organisatorische Ausbau der vor einem halben Jahre endgültig konstituierten ZenrralwohLsahrts stelle der deutschen Juden macht rüst'ge Fortschritte Außer den drei großen Organisationen, dem Deutsch-israelitischen Gemeindebund, der Großloge für Deutschland und dem Jüdischen Frauenbund, die das feste Fundament der Organisation bilden, haben sich bereits eine stattliche Anzahl von großen Gemeinden an geschlossen, so Danzig, Dortmund, Düsseldorf, Cassel, Elberfeld, Halle, Kattowitz. Ferner liegen noch von folgenden Gemeinden: Berlin, Breslau, Gleiwitz, Hamburg, Königsberg, Magdeburg und Posen Zustimmungseiklarungen vor, sodaß aus deren baldigen Abschluß gerechnet werden kann. In B a d e n hat sich ein Bund Israelitischer W o h l f a h r t s v e r - einigungen gebildet. Auch er ist der Zentralstelle beigetreren. Natürlich wird es noch großer Anstrengungen bedürfen, bis es gelungen sein wird, die ZentralwohlfahrtssteÜe so auszubauen, daß sie, wie es den Gründern vorschwebte, die Vertretung der gesamt-en jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland darstellt. Die örtliche Zentralisierung der Wohlfahrtseinrichtungen in den einzelnen großen Gemeinden macht gleichfalls gute Fortschritte. Es existieren bereits solche Zentralen in Berlin, Danzig, Darmstadt, Elberfeld-Barmen, Hannover, Königsberg, Lübeck, Mainz, Nürnberg, Wiesbaden und Worms. Besondere Sorgfalt verwendet die Zentrale auf die Gründung eines Archivs, um mit Hilfe des gesammelten Materials über alle Wohlfahrtseinrichtungen in Deutschland die ihr übertragenen Aufgaben der Auskunftserteilung und der Beratung erfüllen zu können. Das einlausende Material soll in einem Handbuch der gesamten jüdischen Wohlfahrtspflege in Deutschland Bearbeitung finden. Auf einem weiteren praktischen Gebiete hat sich die Zentralwohlsahrtsstelle mit Erfolg ^betätigt, bei der Unterbringung jüdischer Stadtkinder auf dem Lande. Es haben sich hierfür zum ersten Male der Deutsch-Israelitische Gemeindebund und die Kriegshilfskommission der Jüdischen Gemeinde zu Berlin unter Mitwirkung der ZentralwohlfahrtssteÜe zusammengeschlossen. Es wird auf Mittel und Wege gesonnen werden, um den jüdischen Kindern den Aufenthalt auf dem Landein einem größeren Umfange, als dies bis jetzt geschehen konnte, in Zukunft zu ermöglichen. Einen großen Teil ihrer Kraft widmet die Zentralwohlfahrtsstelle der Durchführung von zwei wichtigen Beschlüssen, die in der ersten Vorstands- und Verwaltungsratssitzung am 3. Februar d. I. gefaßt worden waren. Es handelt sich um den Ausbau und die Zusammens a f s u n g der jüdischen geschlossenen A n st a l t s s ü r? o r g s,

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