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Im deutschen Reich · 1918-09-01 · Heft 9 (September 1918) · p. 366

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 9 (September 1918)
Article
Franz Rosenzweig: "Zeit ist's" [Rezension]
Date
1918-09-01
Page
366 (sequence 2)
Language
German
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Im deutschen Reich 366 Schüler zu eigen machen soll. Verfasser ist optimistisch genug, bei den gegebenen zwei wöchentlichen Unterrichtsstunden es für durchführbar zu halten, daß der Untertertianer Thora mit Raschst der Untersekundaner den Talmud im Urtext kennen lernt. Der Abiturient soll sogar Kusark oder Choboth Halebaboth sprachlich und inhaltlich verstanden haben. Selbstverständlich muß dann der Religionslehrer theologisch gebildet, d. h. wissenschaftlich mit dem Stoff des Religionsunterrichts vertrau: gemacht sein. Seine Bildung soll er aus einer jüdischen Ifabemk oder theologischen % a f u 11 ä t an einer staatlichen Universitär erhalten, die ihn durch Stipendien zur Weiterbildung und selbständigen Arbeit anhült und dadurch eine neue „Wissenschaft des Judentums" schasst. Gibt es in jeder jüdischen Gemeinde derartige Lehrer, so ist von ihnen zu erwarten, daß sie im Lause der Zeit durch ösfentiche Vorträge u. ä. die jüdische Geisteskultur wieder zum Gemeiname machen. Mangel ait Geldmitteln wäre das schwerste, wenn auch nicht einzige Hindernis der Ausführung. R. denkt an freiwillige Uebernahme seitens der jüdischen Gemeinden, die sich für diesen Zweck organisiert zusammen Zuschließen hätten und dadurch sozusagen nebenbei das wichtigste Ziel der jüdischen Politik in Deutschland, eine Gesamtorganisation, erreichen würden. Während des Krieges werde an eine Durchführung des Projektes nicht zu denken sein. Wollen wir im Frieden aber eine wahre, innere, geistige Gleichberechtigung erringen, so sei der Weg dahin sicher in der geschilderten Richtung zu suchen. r„ Bei der Redaktion eingegangen.' Worte bet Erinnerung an den am 22. Juni 1918 aus dem Leben geschiedenen Rabbiner der Israelitschen Kultusgemeinde München, Pros. Or. Coßmann Werner. (Gedruckt bei B. Heller München, tzerzog- Mar-Straße 4. 47 Seiten, brosch. 1,50 Ml Der Reinertrag ist für die Rabbiner Dt. Coßmann- und Rosa-Werner-Stiftung bestimmt. Die JuLerrpoML der rnMämscherr Negierung. Von vr. S. Bernstein. Herausgegeben vom Kopenhagener Bureau der Zionistischen Organisation Kobenhaven. Martins Truelsens Bogtrtzkkeri. 1918. (166 Seiten stark geheftet 6,— MH Mitteilungen mm Deutsch-Israelitischen GeMeindebrmö. Berlin, Juliheft 1918. ______ Briefkasten. An unsere Leser. Der Aussatz über Rabbiner Prof. Dr. Wer - n c r kann erst in der nächsten Nummer unserer Zeitschrift erscheinen, da sein Verfasser auch das literarische Wirken des Enlschlafenen beleuchten will und hierzu umfangreicher Vorarbeiten bedarf. V. L. in München. Es ist richtig, daß „Deutschlands Erneuerung" den Antisemitismus in viel umfangreicherem Maße betreibt, als der „T ü rine r". Wir halten aber den „Türmer" gerade deswegen für gefährlich, weil er nicht die klobige und fast pathologische Art des Anttsemitismus pflegt, wie „Deutschlands Erneuerung",. sondern nur ab und zu judengegnerische Gesinnung einsließen läßt. Hieraus ist es wohl zu erklären, daß der „Türmer" auch in manchen jüdischen Kreisen noch nicht als das erkannt ist, was er ist. I. S. in Zell a. d. Mosel. Derartige beschimpfende und verhetzende Schriften der Firma Herm. Beyer-Leipzig (Theodor Fritsch Nach-.) sind uns bekannt und teilweise auf unsere Beschwerde vom stellvertretenden sächsischen Generalkommando bereits im Jahre 1916 verboten worden. "S. F. in Cöln. Wir hoben die vornrteilsjste'e Wördig-mg von Karl Marr, die einige Zentrumsblütter veröffentlicht haben, mit Interesse gelesen. Besten Dank für die Zusendung.

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