Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 9 (September 1918)
- Article
- Bankier Max Mendershausen [Nachricht]
- Date
- 1918-09-01
- Page
- 358 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2316602-2316876-2316884--28958-2354581- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Im deutschen Reich 358 Bankier Max MZnherslMusen» der Vorsitzende unserer Ortsgruppe Cöthen, ist im 67. Lebensjahr sanft entschlafen. Er war ein sehr rühriges Mitglied unseres Vereins und Mittelpunkt unserer Bestrebungen in der Cöthener Gemeinde, deren Mitglieder er fast restlos für den Centralverein gewonnen hat. Wir werden fein Andenken stets in Ehren halten. Apologetische Kurse. Wir werden um Aufnahme folgender Zeilen ersucht: Die von dem Verband der Deutschen Juden für die Zeit vom 2. bis 7. Oktober d. I. in Aussicht genommenen apologetischen Kurse, denen weitere an anderen größeren Orten des Reiches folgen sollen, haben den Zweck, unter den eigenen Glaubensgenossen die Kenntnis der jüdischen Lehre zu festigen, und sie so in den Stand zu setzen, den fortdauernden Angriffen auf das Judentum wirksam entgegenzutreten. Daher wird in den Vorlesungen von der Geschichte des Judentums zur Zeit der Entstehung des Christentums und seiner Einwirkung auf dieses ausgegangen werden, um dann einen Ueberblick über die Grundlehren des Judentums zu geben und darüber, inwieweit diese von den anderen Religionen übernommen worden sind, und worin sie von ihnen abweichen. Sodann soll die Geschichte und Methode der Judenmission dargestellt werden, die nach ihrer eigenen Mitteilung eine regere Tätigkeit entfalten will, um auch auf die Gebildeten unserer Glaubensgemeinschaft zu wirken. Endlich wird auch auf die gegen das jüdische Schrifttum und die Glaubens- und Sittenlehre des Judentums erhobenen Angriffe eingegangen und ihre Haltlosigkeit nachgewiesen werden. Der Kursus, der schon nach den ersten Ankündigungen in unseren Kreisen reges Interesse erweckt hat, bietet also allen denen, die den Wunsch haben, sich mit dem Lehrinhalt des Judentums vertraut zu machen, insbesondere jüdischen Theologen, Lehrern und Lehrerinnen, sowie den Mitgliedern der akademischen und Iugendvereine reiche Gelegenheit hierzu. Da schon jetzt eine größere Anzahl von Meldungen vorliegt, den Fragen der Beschaffung von Unterkunft, Verpflegung usw. für die auswärtigen Hörer aber erst näher getreten werden kann, wenn feststeht, wie groß ihre Zahl ist, wird nochmals gebeten, Meldungen zur Teilnahme an dem Kursus unter Ueberweisung einer Einschreibgebühr von 3,— M. möglichst bis 15. September an das Bureau des Verbandes der Deutschen Juden, Steglitzer Straße 9, gelangen zu lassen, da spätere Meldungen hierbei nicht mehr in gleicher Reihe mit den früheren und nur nach Maßgabe der noch vorhandenen Plätze berücksichtigt werden können. K. C.-Tag. Am 30. Juni fand in Berlin die Tagung der im Kartelloonvent (K. C.) vereinigten jüdischen farbentragenden Studentenverbindungen an Deutschlands Hochschulen statt. Aus dem Geschäftsbericht, den der Vorsitzende des geschästssührenden Ausschusses, Dr. Mainzer- Frankfurt a. M., gab, sei hervorgehooen, daß der Verband während des Krieges einen besonders großen Aufschwung genommen hat und insbesondere im letzten Jahre ganz ungewöhnlich an Mitgliederzah! zu genommen hat. Freilich stehen die allermeisten der Bundesbrüder unter den Waffen, und 64 von ihnen sind den Heldentod gestorben. Neu ausgenommen wurden in den Verband die im Kriege gegründete Verbindung : t a. M'. und der Altherrenverband „B a - venia"- E' a x I 5 r n tj e. referierten sodann Rechtsanwalt Erich Bo eh m - Berlin über „D i e I n d e n f r a g e im Krieg e", Dr. Felix Goldmann-Leipzig über „Die Stellung des K. C. zu den stu -