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Im deutschen Reich · 1918-05-01 · Heft 5 (Mai 1918) · p. 220

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 5 (Mai 1918)
Article
Noch einige Jubiläumsversammlungen
Date
1918-05-01
Page
220 (sequence 3)
Language
German
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220 Im deutschen Reich mann aus Leipzig einen Vortrag über „Zukunftsarbeit der deutschen Juden". In Landsberg a. hat die Ortsgruppe des Centralvereins am 17. Marz eine Jubilaumsversammlung unter Leitung des Herrn Siegfried Cohn veranstaltet, die, obwohl es sich um ^ine kleine Gemeinde Handelt, den Hohenzollernsaal des Gesellschastshauses gut füllte. Hier konnte man die Früchte einer guten Vorbereitung zur Versammlung erkennen. R.-A. Erich B o e h m -Berlin hielt einen Vortrag über „Die Ausgaben des Centralvereins nach dem Kriege". Die Versammlung brachte der Ortsgruppe 17 Neuanmeldungen ein. Die Ortsgruppe Witten veranstaltete eine. gut besuchte Jubiläumsversammlung, in der nach einer Schilderung unseres unvergeßlichen entschlafenen Vorsitzenden, Maximilian Horwitz, durch Herrn Lehrer Mayer, der Vorsitzende der Ortsgruppe, Herr Max Blank, über das Thema „Rückblick und Ausblick" einen Vortrag hielt. Die lebhafte Aussprache hatte u. a. auch die Stellungnahme der Juden zur Deutschen Vaterlandspartei zum Gegenstand. Auch in Mülheim a. R. fand eine Jubilaumsversammlung statt, in der Kantor Plachschinski einen Vortrag hielt. Die Versammlung war, unter Berücksichtgung des Umstandes, daß die Gemeinde durch Kriegseinberufungen park zufammengeschmolzen ist, gut besucht. Spendeuliste. Postscheck-Konto der Dresdner Bank Nr. 25 045. Eigenes Postscheck- Konto Nr. 30 472. Mor. Adler, Wittenberge.. 5,— M. Schiedsmann Casper, Berlin.. . 25,— M. Moritz Martin Hammel Frankfurt a. M. ....... . 9,— M. Immerwährende Mitgliedschaft erwarb: Geh. S.-R. Dr. M. Laster, Berlin. Verwischtes. Die Frage der Vertretung des Judentums rat Herrenhaus ist leider einer befriedigenden Lösung noch keinen Schritt nähergekommen. Am 6. Mai hat der preußische Minister des Innern Or. Drews, nach dem amtlichen. Bericht, folgende. Erklärung abgegeben: Der Herr Abgeordnete Cassel hat darum gebeten, daß ich namens der Staatsregierung hier im Hause noch einmal die Erklärung wiederholen möchte, die ich bezüglich der Berufung von Juden in ein künftiges Herrenhaus, welches nach den Vorschlägen des jetzigen Entwurfs gestaltet sein würde, abgegeben habe. Ich tue das hiermit. Die Staatsregierung wird, wenn ein Entwurf wie der vorliegende Gesetz wird, dem König Vorschlägen, Vertreter des Judentums unter Berücksichtigung der beiden großen im Judentum vorhandenen religiösen Richtungen in das Herrenhaus zu berufen. Es ist in hohem Grade zu bedauern, daß die jüdische Religionsgemeinschaft nicht als gleichberechtigt mit den christlichen Mächten des religiösen Lebens anerkannt und ihr ein Vorschlagsrecht nicht zugebilligt wird. Gemäß der Petition des Verbandes der deutschen Juden hätte es in der Weise gesetzlich festgelegt werden können, daß das Vorschlagsrecht so lange ruht, bis ein jüdischer Vorschlagskörper gebildet

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