Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1918)
- Article
- Inhalt
- Date
- 1918-05-01
- Page
- 185 (sequence 1)
- Language
- German
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3m deutschen Reich. Zeltschrisk des Cevkralverelvs deutscher Staatsbürger Wdischen Glaubens. Erscheint Zwöifma! rm ^ahre. -.-- ■■' -^= Der „Central - Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" bezweckt, die deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ohne Unterschied der religiösen und politischen Richtung zu saunneln um sie in der tatkräftigen Wahrung ihrer staatsbürgerlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung, sowie in der unbeirrten Pflege deutscher Gesinnung zu bestärken. (s 1 der Satzung des Vereins.) 3CXIV. Zahrg. Berlin, mal 1913. Nr. 5 Inhalt. Judenmission von Dr. Felix Goldmann. — Die b i b l i s ch - L a l m u d i s ch e Gesetzgebung gegen den Lebensmittelwucher von Rabbiner Di. A. NeuwirLH. — Kritische Bemerkungen von Pros. vr. Ehrmann und I. Sch. — Umschau uon I. Sch. — Vom jüdischen Haß von H. Stern. — Die hebräische und jüdische Bücherei in der Frankfurter Stadtbibliothek von Oskar Lehmann. — Vereinsnachrichten. — Vermischtes. — Briefkasten. — Inserate. Judenmission. Von Dr. Felix Gold mann- Leipzig. Wie soll man die Judenmission auffassen und behandeln, als tragisch oder als komisch? Was nun auch zugunsten der ersten Betrachtungsweise in diesen Blättern angeführt worden ist, man tut fraglos am besten, sie ganz und gar von der heiteren Seite zu nehmen. Eine eigentliche Gefahr für das Judentum ist sie nicht. Unter der großen Schar derer, die dem Christentum anheimfallen, machen die von der Mission mühselig Ueberredeten und Verführten noch nicht den hundertsten Teil aus Und was die moralischen Qualitäten betrifft, sofern man bei Täuflingen überhaupt von solchen reden kann, so stellen die Missionserfolge gewiß den Ausschuß vom Ausschuß dar. Das Geschästsrenegatentum blüht unter ihnen am üppigsten, belohnt doch — wenigstens war es bis vor wenigen Jahren der Fall — die Mission den Uebertritt indirekt durch erhebliche Geldgeschenke. Man hat aüsgerechnet, daß jeder Fang der Judenmission etwa zwanzigtausend Mark kostet, und ob das Vergnügen an dem neuen Glaubensgenossen so viel wert ist, wagen wir nicht zu