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Im deutschen Reich · 1918-03-01 · Heft 3 (März 1918) · p. 138

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
24 (1918)
Issue
Heft 3 (März 1918)
Article
Geschichte der Juden und ihrer Literatur [Rezension]
Date
1918-03-01
Page
138 (sequence 2)
Language
German
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Im deutschen Reich 128 sammenspiel und Gegenspiel von Judentum und Umwelt. Der gute Lehrer, zeigt sich in der Klarheit des Aufbaues. Jede Tatsache erscheint da, wo sie hingehört. Einleitende Kapitel bieten jeweils eine Ueberstcht über das Ganze, über den Einzelheiten verschwindet nicht der Bau und über der auaenölicklicken Stellung nicht der Weg. Daher zerfallt auch die Geschichte nicht in erne Anzahl von Geschichtsbildern, sondern sie steht vor unseren Augen als eine zusammenhängende Entwicklung, wie ein lebendiges Wesen. Klar und schön ist der Stil. Brann selber schreibt durchsichtig und verständlich. Dazu hat er seinem Buche die schönsten Schilderungen von Zunz, von Kaufmann und den anderen Meistern der Darstellung unserer Vergangenheit eingesügt. Eine schwierige Aufgabe für unsere Lehrbücher ist die Anschaulichkeit. Wir haben viel zu berichten von Büchern und anderen literarischen Ereignissen. Neuere Lehrbücher haben deshalb ihrer Darstellung eine Auswahl von Literaturproben als Anhang beigegeben. Brann schlägt einen besseren Weg ein. Er nimmt die Quellen in den Text auf, doch wählt er daoei gern solche, die "der Schüler ohnehin schon kennt. Perlen unseres Gebetbuches, Stücke aus der Mischna und anderen späteren Werken, die aus dem Siddur bekannt find, ausgewählte Stücke aus den Moralbüchern des Mittelalters und aus anderen charakteristischen Werken. So fällt das Licht des geschichtlichen Verständnisses auf diese allbekannten Literaturweüe, und umgekehrt wird me rein geschichtliche Lehre erläutert durch die hauptsächlichsten Schöpfungen des jüdischen Geistes auf dem Gebiete der Religion und des religiösen Schrifttums. In den neuen Auflagen ist das Buch ständig mit der Zeit fortgeschritten. Ueberall ist die Geschichte bis auf die Gegenwart weitergeführt. Der Zionismus wird eingehend gewürdigt. Vor allem wird in der dritten, vor dem Kriege erschienenen Auslage eine ausführliche Darstellung der jüdischen Niederlassungen in der ganzen Welt gegeben. Eingehender, als Wir bitten unsere Leser, jeden Wohnungswechsel der Unterzeichneten Expediüon oder dem am Orte wohnhaften Vertrauensmann des Centralvereins unverzüglich anzuzeigen. Die Anmeldung der Wohnungsveränderung bei dem Postamt sichert den Empfang der Monatsschrift nicht, da die Post nur geschlossene Briefe, nicht aber Drucksachen nachsendet. „Im deutschen Reich" Berlin SW. 68, Lindenstraße 131.

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