Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 3 (März 1918)
- Article
- Gegen unser Vorstandsmitglied
- Date
- 1918-03-01
- Page
- 133 (sequence 2)
- Language
- German
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Verwischtes 183 Elementen gegenüber eine unabweisbare Notwendigkeit war, mit der die grundsätzliche Frage nichts zu Lun hatte. Die Versammlung spricht daher Herrn Dr. Cohn von neuem ihr Vertrauen und ihre lebhafte Anerkennung seiner im Dienste der Partei und der Allgemeinheit unermüdlich geleisteten Dienste aus." Einer ähnlichen Resolution hat die Repräsentantenversammlung der Dessauer jüdischen Gemeinde ebenfalls einstimmig ihre Zustimmung erteilt. Daraus ergibt sich, was von den Angriffen der politischen Gegner des Abgeordneten Di. Cohn, dessen Stellung in der Dessauer Bürgerschaft, nach den uns zugegangenen Mitteilungen, fester wie je ist, zu halten ist. Der Münchener Altmeister der Chemie, A. von B a e y e r, der kürzlich gestorben ist, stammt mütterlicherseits von Juden ab, woraus der Gelehrte niemals ein Hehl gemacht hat. Wie der Leiter des Ersten chemischen Instituts der Berliner Universität, Wirkl. Geh. Rat Prof. Emil Fischer, in einem Gespräch mit Herrn Kurt Joel („Vofsische Zeitung" vom 23. August 1917) sagte, vereinigte von Baeyer, der der anerkannt bedeutendste Chemiker unserer Zeit war, „die guten Charaktereigenschasten und Fähigkeiten der germanischen und semitischen Rasse". Für die Passahfcrertage haben das Preußische Kriegsministerium und der Staatssekretär des Reichsmarineamtes den in Betracht kommenden Stellen mitgeteilt, daß den Wünschen der jüdischen Soldaten, soweit angängig, nach folgender Richtung zu entsprechen sei: 1. Für die in den heimatlichen Garnisonen oder an festen Standorten in den Etappengebieten befindlichen Mannschaften Heimaturlaub oder Urlaub nach der nächsten jüdischen Gemeinde; wo dies aus dienstlichen Gründen unmöglich, Dienstbefreiung an den vier tzauptseiertägen und deren Vorabenden. Ferner für die in den Garnisonen Verbleibenden an den beiden ersten Vorabenden Stadturlaub bis 12 Uhr' nachts zur Teilnahme am Gottesdienst und der häuslichen Andacht (Seder). 2. Für die Mannschaften an der Front, soweit es die Kriegslage gestattet, zum mindesten die Möglichkeit, die beiden Abende, Mittwoch, den 27., und Donnerstag, den 28. März (die sog. Sederabende), in gemeinsamer gottesdienstlicher Feier gruppenweise zu. begehen, soweit nicht weitergehende Erleichterungen wie snb 1 für sie möglich sind. „Ich hatte drei Söhne als Soldaten . . Die „Ungarische Zeitung", „Egyculöseg", veröffentlicht folgendes an sie gelangte Schreiben: „Ich hatte drei Söhne als Soldaten in diesem Kriege: Albert Miklos, Reservezugsführer im Honved-Jnfanterie-Regiment Nr. . ., wird seit dem 4. September 1914, in den Kämpfen bei Grodek, vermißt, und seit dieser Zeit ist keine Nachricht von ihm eingetroffen. Emmerich M i k l o s, Zugsführer der Reserve im k. k. Infanterie-Regiment Nr. . hat am 14. September 1914 am Dunajec den Heldentod gefunden. Desider Miklos, Reservezugsführer im Honved-Jnfanterie-Regiment Nr. . Besitzer der goldenen Tapferkeitsmedaille, hat am 7. Dezember 1915, nachdem sein Abteilungskommandant gefallen war, als Kommandant am St. Michaels den Heldentod gefunden. Diese Söhne haben mich erhalten, denn ich gehe ins 68. Lebensjahr, und habe dennoch keine Unterstützung verlangt. Das mögen die antisemitischen Hetzer zur Kenntnis nehmen; jene, die nur zu Hause Helden sein können. — Zilah, 20. Dezember 1917/ Achtungsvoll Jakob Rothstein." Zusammenschluß der jüdischen Gemeinden in Preußen. Der Deutsch- Israelitische Gemeindebund hat beschlossen, die seit fast einem Jahrzehnt liegengebliebenen Arbeiten für die Vorbereitung eines Gesetzentwurfes über den Zusammenschluß der jüdischen Gemeinden in Preußen wieder