Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Noch eine Infamie der "Wiener Reichspost"
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 88 (sequence 2)
- Language
- German
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Fm Deutschen Beich, iS In Wahrheit stellen sich; nach Dr. Vlochs Wochenschrift. bU Ziffern folgendermaßen: G-esamtsrequenz im Friedensjahr 1913/14 rund 11,000; Arier 7300 75 Prozent, Juden 2300 -- 25 Prozent. — Gesamtfrequenz im Studienjahre 1916/17 rund 4000; hiervon Arier 2000 ---- 50 Prozent, Juden 2000 --- 50 Prozent. Zahl der Hörer aus Galizien und der Bukowina 1916/17 rund- 1000 (ohne Unter* schied der Konfession). Die Ziffer 2900 der jüdischen Hörer wird belastet: 1. mit mindestens 5 0 9 Kriegsflüchtling e n von den Universitäten Krakau, Lemberg und Czernowitz; 2. mit rund 290 Hörern der theologischen Lehranstalt, die an der philosophischen Fakultät inskribiert sein müJen; 3. mit rund 409 weiblichen Studierenden, die für die Frage der Militärpflicht nicht in Betracht kommen; zusammen also mit 1100. Aach den vorstehenden Ziffern ist die Gesamtfrequenz gegen das Friedensjahr 1613/14 um etsJ>a 60 Prozent gesunken; die Frequenz der- Arier um 65 Prozent, die Frequenz der Juden um 28 Prozents Zieht man jedoch die Ziffer der au§;etordentlicheu Belastungen (1100) von der jüdischen Frequenzziffer 2069 ab, so verbleibt die Zahl 960. Damit steigt der Prozentsatz der Verminderung der jüdischen Frequenz gegen das letzte Friedensjahr auf rund 40 Prozent.« Die „AeiHspost" gilt nicht nur als frommes katholisches Blatt, sondern auch als~das Organ des Wiener Kardinale F ü r ft e r z b i s ch o f §. Wir haben schon im Dezemöerhest unserer Zeitschrift Veranlassung nehmen müjfen, in htm Aufsatz „Juden als K v iegsverl ä it g c r e r c Angaben dieses Blattes als hetzerische Lügen nachzuweisen. Würde es nicht dem Ansehen und der Würde des hohen Kirchenfürsten entsprechen, wenn er sich von einem solchen Blatt öffentlich lossagte oder ihm wirkungsvoll zu verstehen gäbe, das Fälschen, Verleumden und Verhetzen sich nicht mit katholischer Frömmigkeit und N-eligion, wie überhaupt mit keiner Aeligion vertragen? Die Deutsche Gesellschaft für KaVifinanns~€xbclnngsTnlmo (Ferienheime für Handel und Industrie) hat ihrem entschlafenen Gründer und Vorsitzenden, Kommerzienrat Joseph Baum, „in dankbarer Drene zum Gedächtnis" eine vornehm ausgestactete und mit dem Bildnis Baums versehene Schrift gewidmet. Sie enthalt die Gedenkrede, die der 1. Direktor der Gesellschaft) Dr. plitz Georg Gold st ein bei der Gedächtnisfeier für' Baum im ' Aatü Haussaal zu Wiesbaden am 15. April 1917 gehalten hat. Die Gesellschaft hat ferner ihren Begründer dadurch geehrt, daß sie eine Joseph Baum-Stiftung errichtet hat, der die schöne Aufgabe Zufallen wird, durch Gewährung von Freistellen besonders bedürftigen oder in Aot geratenen Angehörigen des kaufmänni- '-ert und industriellen Mittelstandes die Heime der Gesellschaft zu ren. — Joseph Baum war auch DorstandsmitZlied unseres o er eins. Sine antizienistrschs Liga hat sich in England gebildet^ Wie englischen Blattern zu entnehmen ist, steht dem Enthusiasmus m einem Seile der jüdischen Bevölkerung über die Palästinaerklärung des Ministers des Aeußeren Balfour, der sich in Dankgottesdiensten und Volksdemonstrationen kundgab, die starke Opposition einer neugegründeten anrizionistischen Liga gegenüber. Zu ihren Gründern gehört n. <r. Lord Swatzthling. Das Programm enthält folgende Punkte: ti Eine Vereinigung englischer Juden nur auf Grundlage dey Belgischen Leligipn zu b-M.rr^