Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Die nichtjüdischen Kriegslieferanten in Ungarn
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 87 (sequence 2)
- Language
- German
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£3ent-itfd)ic£. 57 häufenden Kriegslieferanten ausschließlich Irtöen seien. Das beste Wittel gegen, diese Behauptung war die Veröffentlichung der Kriegslieferantenliste, die nun dringend verlangt wurde. Die Liste ist, wie die „Selöstwehrck (13. Januar 1918) mitteiltz erschienen und wirkt auf diejenigen, die sie provoziert haben, in geradezu niederschmetteruher Werse. Es finden sich darin nur wenige jüdische Firmen. €iu Kegierungsfouös für Ht ungarischen Inösn. Die ungarische Iudeuyeit har türzUG von her Regterung einen Fonds in Hoye von 20 M i t l i s n e n Kronen zur Deaung ihrer nötigsten Klusgaben erhalten. Dies ist nicht als (vjejcyetu anznjeyen^ Nach einer gesegllchen BestiutmunZ von 1848 mchsteu die RAigwlts- und Schulbehurinrjse alter Kaufe;-ionen von Soaars wegen gedeckt werden. Das Gesetz hat jedoch bisher nur auf dem Papier gestanden, bis vor einiger Zeit der protestantischen Konfession 120 Millionen Kronen bewilligt wurden.. Den Bemühungen der ungarischen Juden, sowohl der orthodoxen wie der liberalen, die ge« strreinsam vorgingen, gelang es, ebenfalls eine Bewilligung zu erhalten. Nach den Verhältnissen der Bevölkerung ständen der Ungarischen IudenheiL 50 Millionen zu. -Gin LtrLsil pzvnexykotfzvs übet örs Juden. Der. Tod des Wizeprasidenten des österreichischen Abgeordnetenhauses Engelbert Pernerstorfer ruft die Erinnerung wach an sein Urteil über die Mission des Judentumsdas in einem seiner zahlreichen Aufsätze zur Judenfrage niebergelegt ist. Er schrieb: „Dadurch, daß das jüdische Volk der Welt gezeigt Hatz ein Volk könne auch leöen^ wenn es in seiner Gesamtheit aufs Lernen und Wissen ausgeh-e, hat es ihr einen großen Dienst erwiesen, wenigstens jener Welt, die an einen intellektuellen Fortschritt hohen Grades glaubt und -auf ihn hinarbeitet. Vielleicht wirkt, bei dem Ant^emitismuZ konservativer Kreise, wenn auch rrnö-ewrchtdie Furcht vor html geistigen Leben her' Juden mit/' Arrnränifche Irrösnhetzs in ‘&cf,<ttahttn+ Mitte Januar fanden int Sucharan, Iednize, Velz und Edrngo sowie anderen Kleinstädten Mittel-- und Südöeharadiens große Progrorne statt,, die von der dortigen rumänischen Bevölkerung veranstaltet wurden^ Größere Banden, die vielfach Soldatenunifor-nen angelegt hatten, haben, wie aus Wien nachträglich berichtet wirb, am sthellichten Nage die Fudenviertel überfallen und völlig ausgerauöt. Iw einigen Fällen wurden Juden.getötet, in den meisten Fällen schwer. Mißhandelt. In Sucharan sols es 25 Tote gegeben haben.' "Infolge der vollkommen ungenügenden SiHerheitsverchältnisse haben dich Juden in diesen Städten eigene Milizen geö-ildetz dis den plündernden Banden entgegeutreten. Juden nn iLnLisniffchsn Minrsteriunr. In dem neuen italienischen Ministerium sind die Juden M o r p u r g o zum RnLerstaatssekretär für Handel und Industrie und Reggio für das .Transport« wesen ernannt worden. Koch eine Infamie btt „Msner AeichspsstR Die „Reichs- Post" hat in ihrer Rümmer 29 vom 17. Januar 1918 eine längere Notiz veröffentlicht, die sie „Fremdtum auf der Wiener Aniver- |ttatu überschreibt rn.it dem alarmisranden Untertitel „815 arische- 92°/o sem ist isch e Höhrertz Vre führt dann aus, daz füA diese §248 nichtarische Höhrer der lange Krieg einen Gewinn bedeute, st,wie er eben durch unlautere Konkurrenz zustande kommen -.kann.- 'Sie sind die KriegsgLnieker auf dem geistigen Gebiete. In vollstem Sinne des Wortes, denn ihre Gewinne sind kein Gewinn für'die Allgemeinheit. So. Keine Stimme hott Autorität erhebt sich M. 'dieser Schicksalsfrage unserer arischen akademischen FngendK'