Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- Ein netter Erzieher
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 85 (sequence 2)
- Language
- German
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DennischLeZ. 85 trogen oder gewuchert Hut. Der Lehrer hat für diese Tat eine Rüge und einen Vermerk in seinen Personalakten erhalten, wir sind jedoch der Ansicht, daß, eine äolche Persönlichkeit überhaupt nicht geeignet ist, Kinder zu unterrichten^ Zur Anterri-chLsfähigkert gehören nicht allein die erforderlichen sachlichen Kenntnisse, der Lehrer soll auch Erzieher sein. Er muß also ein Mindestmaß von ethischer Gesinnung besitzen. Hier aber haben wir ein Höchst- Maß von roher und unimoralischLr Gesinnung. Mir behalten uns vor, auf diesen Fall noch zurückzukommen, „Lukrative Geschäfts — nur für Christen". Ein „tüchtiger** 'Geschäftsmann ist, wir die Münch. Reuesten Rachrichten öerichrsnin der Person eines gewissen Robert Kühnel von der Wiener Polizei in Haft genommen 'worden. Kühnel erlief in den Tageszeitungen Anzeigen mit der RsöerschrisL „Lukrative Geschäfte — nur für Christe n"., — In den Anzeigen wurden Geldgeber gesucht, die Einlagen für einen äußerst gewinnreichen Harrdel mit" Juwelen und Teppichen machen sollten^ Kühnel fand auch verhältnismäßig viel Dumme, . die ihm ihr Geld in der Hoffnung auf hohe Verzinsung anvertrauten^ Kühnel trieb ziemlichen Aufwand und lebte zusammen mir einem 17 jährigen Mädchendas ihn bei seinen Betrügereien unterstützte. Antrsenritischer Rulturtiefstanö. .In den „Deutschvolkrschen Blattern" (Rr. 2 vom 1h Januar 1918) schreibt ein gewisser Wolf Grant in einem Auffatz „Je schlimmer, desto besser" folgendes: „Ist es denkbar, daß ein wirklich jüdisch empfindender Jude, und dazu gehört die jüdische Mehrheit, einer, der an der Synagoge hangt, der zu Hause sein „Sallychen" und „Rebeckchen"' -Nicht als einen Fremdling empfindet, daß er sich ehrliche für «einen Goethe, Schiller, Kant, Soabbe, Hebbel, Schopenhauer begeistern kann, wenn .er auch der Oeffentlich-keit gegenüber diese Begeisterung zur Schau trägt? Vermag das „Siegfriedche" und „Siegmnndche" aus Richard Wagner das heraus zu hören, was wir Deutschen in ihm finden, und ist der vom jüdischen Künstler und vorgespielLe Lohengrin der Lohrngrin Wagners?" Wir brauchen meinem Grant gegenüber gewiß nicht darauf hinzuweisen, was Juden für die Verbreitung deutscher Dichter und Philosophen getan habem Wir mochten aber den „Deutschvölkischen Blättern", die so sehr für Iudenstatistiken schwärmen, Empfehlen, wenn dies möglich sein sollte, eine Sta tistik aufstellen zu lassen, wie hoch die Prozent» 'zahl der ÄntffemiLen ist, die Goethe, Schiller, Kant, Grabbe-r' Hebbel und Schopenhauer überhaupt lesen und wie hoch die Prozentzah! der Juden ist, die diese deutschen Dichter und Philosophen nicht nur irgend einmal gelesen haben, sondern auch wirklich kennen und sieben. Lin Herr Grant, der auf dem Tiefstand' steht, den seine armselig geformten Zeilen verraten, braucht auch nicht zu wissen, daß Richard Wagner, obwohl er Antisemit war, selber anerkennen mußte, daß er gerade jüdischen Vorkämpfern feines Musikalischen Reformwerkes viel verdankt hat. Falsche Aufklärung. In der Berliner VoWzeitung lesen wir folgendes: Wir haben uns schon mehrfach mit Flugschriften, Broschüren und dergleichen befassen müssen, die als mehr oder minder Offizielle S o Lda t e n l e?L ür e an der Front verbreitet werden. Es liegt uns jetzt wiederum ein solches Heft vor, das eine kurze Zusammenstellung in Form von Frage und Antwort über die Entwicklung des Deutschen Reiches enthält. Dagegen wäre au sich nichts einzuwenden. Zu großen Bedenken aber gibt diese vom Oberkommando Heeresgruppe Eichhorn