Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1918)
- Article
- In Oppeln [Nachricht]
- Date
- 1918-02-01
- Page
- 82 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Fm DsuWstn 'ReiG ZukuuftsLilfgaben der deutschen Iuöenhert". Eine Diskussion konnte uns polizeiliHen Gründen nicht stattfinden. In Dresden fand am 13. Januar eins von etwa 200 Pers fönen besuchte Versammlung statt, in der Rabbiner Dr, Gold- Mann einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die „AukunftZaufgaben der deutschen Iudenheit" und Rechtsanwalt Erich B o e h m - Berlin eine kurze Ansprache hielt. Die von IustizraL Lehmann geleitete Versammlung verlief sehr angeregt; mehrere Reuanmeldungen und, Beitragserhöhungen waren das erfreuliche Zeichen des Erfolges, Vorhergegangen war der Versammlung eine Zusammen» Zunft des Landesverbandes Sachsen. In der von Kommerzienrat Elb-Dresden geleiteten Aussprache wurden alle wichtigeren Vorkommnisse besprochen. Die Aussprache ergab volle Einhellig reit in der Wahl der zu ergreifenden Schritte. Diving* Georg Schlesinger, etatsmäßiger Professor an der Technischen Hochschule Charlottenöurg, hat wegen seiner Verdienste um die Schaffung und Leitung des Instituts der Prüfungsstelle für Ersatzglieder das Eiserne Kreuz am weiß-schwarzen Bande erhalten. Dr. Schlesinger ist Mitglied des Centralvereins. Die Zu Aeichsgerrchtsräten ernannten OberlandesgLrichtsrättz David aus Düsseldorf und Schaps aus Hamburg sind Mitglieder des CentralverLins. Aunr unbesoldeten SLaötrat in Annaberg (Erzgebirge) ist unser langjähriges Mitglied, der Vorsteher der dortigen jüdischen Gemeinde Isaac Chanange, gewählt worden, nachdem er ungefähr dreizehn Jahre lang dem StadtverordneLenkollegium an» gehört hatte. Anseres Wissens ist in Sachsen die Wahl eines Juden in den Stadtrat seit Menschengedenken nicht erfolgt. Herr! Chanange ist auch Mitglied des Annaberger Handelsschulausschusses^ ToöesfWe. Das Vorstandsmitglied unseres Konstanz er Zweigvereins, der badische BezirkstierarzL Adolf Maier ist gestoröen. Er war stets ein treuer Jude gewesen,' der mit dieser Eigenschaft ein wahrhaft deutsches Wesen und selbloseni Patriotismus vereinigt hat. Wie groß das Ansehen des Entschlafenen war, geht daraus hervor, daß der Witwe, wie wir erfahren, über sechshundert Beileidsschreiben, u. a. vom Ministerium des Innern und von zahlreichen Korporationen zugegangen sind.- -Bei seiner Bestattung in Heidelberg und bei seiner Ileöerführung in Konstanz waren die .höchsten Behörden durch ihre Vorstände vertreten. Das langjährige Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe Gelsenkirchen, .Herr I. Kanter, ist verschieden. Er war ein eifriges Mitglied und ein Förderer des Centralvereins^ MW werden sein Andenken stets in Ehren halten. MagistraLsraLHansHopfin Nürnberg, der Schwätzer unseres Vorstandsmitgliedes Justiziars Iosephthal und Mitglied unseres CenLrsalvereins, ist kürzlich gestorben. Er wurde unter zahlreicher Beteiligung der städtischen Kollegien und der Bürgerschaft auf dem neuen israelitischen Friedhöfe zur letzten Ruhe bestattet. Nach der S edächtnrsansprache des Rabbiners Dr. FreudsUthal widmete Oberbürgermeister Dr. Gehler dem Entschlafenen einen längeren ehrenvollen Nachruf und wies ös« sonders auf die vorbildliche Selbstlosigkeit hin, mit der Hopf und seine Gattin bei Ausbruch des Krieges den Ausbau hzt Kriegsvolksküchen übernahmen. Die „Wachtest das Korrespondenz» ßfett Hz WLNnaMeralen MM m MZE & \ LhrühM Ao.tzß